Eskimos to Astronauts von „Ashley Hicklin“

Küstler:
Ashley Hicklin
Redaktions-Wertung:
Titel:
Eskimos to Astronauts
Release:
4. Juni 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Als Ashley Hicklin das erste Mal aus meinen Boxen zu hören war, muss ich ehrlich gestehen, dass ich eine kleine Vision von DSDS-Dauergast Menderes Bagci hatte. Diese Stimme … Ich konnte mich gar nicht auf die Melodie oder den Text konzentrieren, ich habe mich einfach nur gefragt, wie dieser junge Mann wohl Sänger werden konnte. Bereits beim zweiten Hören hat sich das dann aber geändert und die Stimme hat sich in ein prägnantes und einzigartiges Wiedererkennungsmerkmal verwandelt. Das macht sie zwar nicht automatisch besser, lässt Ashley Hicklin aber immerhin eher wie eine James Blunt- anstatt Menderes-Adaption wirken.

„Eskimos to Astronauts“ ist die erste Single des 24-jährigen Engländers, der im Pub seiner Eltern groß geworden ist und schon mit 14 musiziert hat. Seit seiner Entdeckung durch den ehemaligen EMI-Chef Peter Ende lebt Hicklin in Hamburg, genauer gesagt auf einem Boot im Hafen, und arbeitet an seinem Debütalbum mit Titel „Parrysland“, das im Herbst erscheinen wird. Er selbst bezeichnet sich als Popsänger, man mag ihn aber gar nicht so recht auf ein bestimmtes Genre festnageln. Seine erste Single klingt nach Folk, nach Akustik und nach einer vielleicht kometenhaften Karriere. Zumal Ashley Hicklin nicht nur Sänger, sondern auch Songwriter und Komponist ist und bereits für Größen wie Marit Larsen und James Morrison zum Federkiel gegriffen hat.

Die erste Maxi von Ashley Hicklin umfasst zwei Songs. Den Titelsong „Eskimos to Astronauts“, der eingängig ist und die fast schon feminine Stimme des Engländers betont, und „Sober“, eine verträumte Ballade mit Streichern im Hintergrund. Die Musik macht neugierig, reißt mich persönlich aber nicht wirklich vom Hocker. Sie ist nicht besonders gut, andererseits aber auch nicht wirklich schlecht. Man darf gespannt sein, ob es Hicklin von seinem Boot aus in die große, weite Welt schafft.

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