Dance Love Pop von „Agnes“

Küstler:
Agnes
Redaktions-Wertung:
Titel:
Dance Love Pop
Release:
2. Oktober 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

agnes-cd-bewertungen-de.jpgAgnes Carlsson war gerade einmal zarte 17, als sie 2005 die schwedische Ausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“ gewann. Bei uns nahm man trotz ihrer bisher zwei Alben nicht all zu viel Notiz von ihr, dies könnte sich mit dem brandneuen Werk „Dance Love Pop“ doch nun ändern. Durch die Single „Release Me“ ist Agnes‘ Bekanntheitsgrad ja bereits etwas gestiegen, alle die sie trotzdem noch nicht kennen, können sie etwas mit Leona Lewis vergleichen, denn außer der Paralle der Casting Show Gewinnerin haben sie auch noch stimmliche und sogar äußerliche Ähnlichkeiten. Die Standart-Fassung von „Dance Love Pop“ beinhaltet 10 Songs, die deutsche Ausgabe hat zusätzlich noch 3 Bonus Tracks und 2 Musik-Videos mit drauf gepackt bekommen.

Beim Einlegen der CD in den Player sei gesagt, dass „Dance Love Pop“ nicht einfach nur der Titel des Albums ist, man hat auch etwas das Gefühl, es wäre das Programm an Stilen, das man hier geboten bekommt. Denn tatsächlich bewegen sich die Songs der Anfangsphase im etwas schnelleren Dance-Pop Bereich. „Big Blue Wall“ eröffnet die Platte und zeigt gleich das Potential, das in Agnes‘ Stimme liegt. Der Titel an sich ist nun nichts besonderes, wirkt eher wie eine Standart Nummer mit flottem Beat und peppigen Melodien. Insgesamt muss man jedoch sagen, dass das Lied dank seiner Machart aber für gute Laune sorgen kann und das ist ja schließlich das Wichtigste. Ähnlich geht es mit der angesprochenen Single „Release Me“, die zwar wegen der ruhigen Einleitung fast schon wie eine Balade beginnt, doch schon bald wird klar, dieser Song soll zum Tanzen animieren und das gelingt durch tollen Synth-Pop und einer Sängerin, die weiß wie sie ihre Stimme einzusetzen hat, um uns zu unterhalten. Dem Konzept mit den flotten Dance Beats folgen auch „On And On“ und „Love Me Sensless“, was ebenso gut funktioniert, auch weil immer ein emotionaler Touch mit dabei ist, für den Agnes mit ihrem Gesang sorgt. Noch besser in Szene setzen kann sich die 21-jährige Schwedin allerdings bei den etwas ruhigeren Stück, denn hier kommen ihre gesanglichen Qualitäten richtig gut zu Geltung.

Ein erster Beleg dafür wäre „I Need You Now“, dessen Instrumental, bestehend aus einem emotionalen Mix aus Akustikgitarre und Violinen, schon für Gänsehautmomente sorgt, wenn dann die junge Lady dazu noch ihre Herzschmerz-Verse schmettert, sollte das jedem, der Gefallen an solchen Lovesong findet, mehr als nur zufrieden stellen. Genau das Selbe wäre bei den Bonus Tracks, die sich am Ende der Trackslist befinden, der Fall. Hierbei handelt es sich um neue Versionen von „Release Me“, „Big Blue Wall“ und „On And On“, die lyrisch zwar gleich geblieben sind, aber statt elektronischen Elementen nur akustische Instrumente zur Begleitung verwenden, was nicht nur das Gefühl von komplett neuen Stücken, sondern auch durchweg gelungenen vermittelt. Einfachen und leicht bekömmlichen Radiopop hingegen wird uns mit Liedern wie „How Do You Know“ geboten. Fröhlich, nicht zu schnell und einfach nett zum nebenbei hören. „Open Your Eyes“ setzt fast ausschließlich auf den momentan angesagten starken Synthesizer Einsatz, klingt dadurch teilweise etwas steril, Agnes schafft es aber weitgehend das Lied mit Leben zu füllen. Leider wirken die letzten beiden Tracks insgesamt etwas einfallslos, da man das Gefühl hat, Ähnliches vorher schon einmal gehört zu haben, dafür stimmt aber die Qualität, wenn man sie als Einzelnes betrachtet, besonders der letzte Titel „Sometimes I Forget“ kann mit seinem gefühlvollen Streicherbett und dem fast schon pompösen Gesang noch einmal zeigen, dass Agnes nicht umsonst als Siegerin ihrer Castingshow hervorging.

Agnes setzt mit ihrer bereits dritten Platte zwar keine neuen Trends, sondern folgt eher dem aktuellen Geschehen, doch das kann man einer solch jungen Künstlerin nicht übel nehmen, erst recht nicht, wenn es auf eine solch gelungene Art und Weise umgesetzt wird, wie es hier der Fall ist. Wer die Single schon einmal gehört hat und sie mochte, wird auch schnell das Album in sein Herz schließen, ansonsten wäre „Dance Love Pop“ für all diejenigen zu empfehlen, die auf Brit-Pop a lá Leona Lewis oder Little Boots stehen.

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