Cradlesong von „Rob Thomas“

Küstler:
Rob Thomas
Redaktions-Wertung:
Titel:
Cradlesong
Release:
26. Juni 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

rob-thomas-cradlesong-cd-bewertungen-deVier Jahre ist es nun her, seit Rob Thomas, Frontmann der Rock Gruppe Matchbox Twenty, sein Solo Debüt „… Something To Be“ veröffentlichte, im Sommer 2009 folgt nun das langersehnte Sophomore „Cradlesong“ in die Läden. Der in Deutschland geborene 37-Jährige griff dafür auf einen Sound zurück, der sich im Pop Rock ansiedeln lässt, viele Elemente und Instrumente bietet und vor allen Dingen mit Rob Thomas‘ Gabe für ein realitätsnahes und emotionales Songwriting, mit dem sich auch der kleine Mann von nebenan identifizieren kann, überzeugt.

Schon der Opener „Her Diamonds“ macht gleich Lust auf mehr. Trotz des etwas ernsteren lyrischen Inhalts sorgt er schnell für viel Freude, was seinen flotten Grooves und schönen Melodien, die hauptsächlich durch Gitarren und Drums geschmiedet sind, zu verdanken ist. „Gasoline“ hingegen bedient sich auch einiger elektrischer Elemente bzw. Keyboard, wirkt sehr gefühl- aber auch schwungvoll und ist schon ein früher Hinweis auf die Abwechslung, die man noch im Laufe der Spielzeit erleben wird. Einen der größten Hits von „Cradlesong“ findet man mit „Give Me Meltdown“ vor. Ein frischer und lockerer Style mit einem fetzigen und funky Sound ist der Garant für gute Laune, spätestens wenn Rob Thomas im Refrain so richtig abrockt dürfte dieser Kracher auch den Letzten den Staub aus den Ohren pusten.

Bei all der Fröhlichkeit wird glücklicherweise auch der Ernst des Lebens nicht vergessen und so handelt „Mockingbird“ von Beziehungsproblemen und Trennungsgedanken. Trotz dominierender Akustikgitarren kommt der Track nicht zu kraftvoll rüber, sondern dem Thema entsprechend nachdenklich und emotional – einfach wunderbar. Nach dem radiotauglichen „Real Worl ’09“ erreicht man mit „Fire On The Mountain“ einen weiteren der herausstechenden Songs des Albums. Zwar klingt der Song etwas eintönig, da lediglich ein Akkord zur Gestaltung verwendet wurde, zusammen mit pausenlos schlagenden Drums kommt dabei jedoch so eine Energie und Atmosphäre auf, die einen nicht kalt lässt, sondern durchströmt und mitreißt.

Wer den etwas härteren Rock vermisst, der wird an „Still Ain’t Over“ seine Freude haben. Während der Strophen ist es noch etwas gediegener gehalten, sodass man Rob’s Versen gut folgen kann, im Refrain dagegen kracht’s richtig. „Snowblind“ gehört zu den Liedern, die Geist und Seele schnell berühren, was natürlich an der Kombination aus Gänsehautgesang und der traumhaften musikalischen Unterlegung liegt, die sofort unter die Haut geht. Der letzte Teil von „Cradlesong“ ist ebenso abwechslungsreich, wie auch das Vorangegangene. Hier bleibt besonders der Titeltrack „Cradlesong“ im Gedächtnis, das man als Wiegenlied vielleicht nicht unbedingt empfehlen sollte, für alle anderen Möglichkeiten und Situationen ist es jedoch ein passender Begleiter.

In der heutigen Zeit gibt es nicht mehr all zu viele Alben, die man von Anfang bis Ende durchhören kann, ohne die Skiptaste betätigen zu müssen, „Cradlesong“ gehört definitiv mit dazu. Bei keinem Song hat man das Gefühl, dass er halbherzig produziert wurde oder überflüssig sei, noch dazu findet man im Booklet alle Texte, sodass man auch gut nachvollziehen kann, was uns Rob Thomas so mit auf den Weg gibt. Fans von ihm werden bestimmt schnell Gefallen daran finden, alle anderen, die ihn noch nicht kennen, aber eine Single mochten oder einfach nur auf guten Pop Rock stehen, können ebenfalls beherzt zugreifen.

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