Kritik | 31 Minutes To Takeoff von “Mike Posner”

Küstler:
Mike Posner
Redaktions-Wertung:
Titel:
31 Minutes To Takeoff
Release:
10. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

22 Jahre jung, Student und plötzlich gefeierter Popstar, Songwriter und Produzent. Mike Posner dürfte sich derzeit wohl etliche Male kneifen, um zu testen, ob er das alles nur träumt. Aber nein, er tut es nicht! Und dennoch ist der Amerikaner, nachdem er seinen Plattenvertrag unterschrieben hat, nochmal an die Uni zurückgekehrt und hat seinen Abschluss in Soziologie gemacht. Parallel zu Touren und den Aufnahmen zu seinem Debütalbum „31 Minutes To Takeoff“. Beeindruckend. Wie macht der das, fragt man sich da.

Mike Posner strahlt eine Leichtigkeit aus, die sich auch in seiner Musik wiederspiegelt. Seine erste Single-Auskopplung „Cooler Than Me“ war in meinem Kopf, bevor ich überhaupt wusste, wer da singt und so scheint es auch anderen zu gehen: In den USA hat es der Song auf Platz 6 geschafft, in Kanada auf die 5 und in den Niederlanden sogar auf den bronzenen Thron. Dabei hat Posner, für mein Empfinden, nicht einmal eine wirklich gute Stimme. Aber die hat ein Justin Timberlake ja auch nicht unbedingt und ist heute trotzdem dick im Geschäft.

„31 Minutes To Takeoff“ ist ein Album für jede Gelegenheit und Pop in seiner schönsten Form. Wobei: R&B- und Electro-/Dance-Einflüsse sind deutlich zu hören. Posner singt über Seitensprünge, Drogen, Mädels und natürlich die Liebe. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. Ein kleiner Vorgeschmack? „Cheated“: I should have cheated on you. Nobody told me I was dating a whore. Dafür wird ihm seine Mutter sicher den Mund mit Seife auswaschen, aber dem Chart-Erfolg dürfte es keinen Abbruch tun. Ebenso hörenswert sind „Please Don’t Go“, „Do You Wanna“,  die Ballade „Save Your Goodbye”, “Delta 1406” und “Drug Dealer Girl”. Den Abschluss des Albums bietet der Gigamesh Remix von „Cooler Than Me“. Wer die Original-Version mag, dürfte hier komplett ab- oder aufdrehen.

Mike Posner ist in jedem Fall ein Name, den man sich merken sollte. Von diesem Talent wird man in Zukunft sicher noch einiges zu hören bekommen. Er ist bereit zum Abheben und diese magischen 31 Minuten können sich ruhig Zeit lassen.

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