Kritik | What Lies Beneath von “Tarja”

Küstler:
Tarja
Redaktions-Wertung:
Titel:
What Lies Beneath
Release:
3. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Tarja Turunen, eigentlich Tarja Soile Susanna Turunen Cabuli,dürfte so manchem als Frontfrau von Nightwish bekannt sein. Seit Ende 2005 hat sie sich auf ihre Solokarriere konzentriert und ist für ihre Mischung aus klassischem Gesang und hartem Metal bekannt geworden. Ihr erstes Solo-Album veröffentlichte sie im Oktober 2007. Es trug den Titel „My Winter Storm“ und brachte Songs wie „I Walk Alone“ hervor, die dafür gesorgt haben, dass dem Album in Finnland die Chartspitze sicher war. Im Februar dieses Jahres hat sie mit der Arbeit an ihrem zweiten Werk „What Lies Beneath“ begonnen, im Juli wurde die erste Single-Auskopplung „Falling Awake“ vorgestellt.

Tarja singt Sopran, erreicht teilweise einen Stimmumfang von beeindruckenden drei Oktaven. Das hat sie bereits auf ihrem ersten Album unter Beweis gestellt und bei „What Lies Beneath“ ist es nicht anders. So beginnt das Werk mit „Anteroom Of The Death“. Zunächst ruhig und sanft, begleitet von einem Spinett, doch dann setzen harte Riffs ein und der Song steigert sich, bis das Spiel von vorn beginnt. „Until My Last Breath“ erinnert an die Zeiten von Nightwish und präsentiert sich etwas weniger klassisch als der Opener. Lediglich der Schluss gefällt hier nicht.„I Feel Immortal“ ist derzeit bereits gelegentlich bei RTL II zu hören und für mich einer der besten Songs auf dem Album: Kraftvoll, berührend, eine perfekte Ballade für den Herbst.

„In For A Kill“ beginnt anschließend höchst dramatisch und könnte glatt als Soundtrack für einen Thriller durchgehen. Dann kommen aber wieder die Gitarren ins Spiel und Tarjas Stimme gestaltet das Ganze melodiös. Es ist fast ein weniger too much. Mit „Underneath“ kommt dann wieder eine Ballade daher, bei der anfangs ausschließlich das „Organ“ von Tarja im Mittelpunkt gestellt. Etwas weniger gewaltig als die anderen Songs und daher eine willkommene Abwechslung. Bei „Little Lies“ geht es dagegen wieder ordentlich zu Sache, besonders der Refrain überzeugt. Richtig klassisch wird im Anschluss dann mit „Rivers Of Lust“, wobei hier leider der Höhepunkt fehlt. In den fernen Orient entführt „Dark Star“.

„Falling Awake“ ist dann die bereits erwähnte erste Single-Auskopplung. Ein episches Werk, das nicht nur Fans der Finnin ansprechen dürfte. „The Archive Of Lost Dreams“ zeigt sich dagegen etwas ruhiger und leitet zum letzten Song „Crimson Deep“ über, einem stimmungsvollen Abschluss von „What Lies Beneath“.

Alles in allem ein schönes Album, wobei mir die Powerstimme von Tarja nach einer Weile etwas zu viel wird. Für Fans von Nightwish oder der stimmgewaltigen Finnin ist es aber sicher genau das Richtige für die kalten Tage.

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