Kritik | Tears On Tape von „HIM“

Küstler:
HIM
Redaktions-Wertung:
Titel:
Tears On Tape
Release:
26. April 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Lange Zeit war es still um HIM. Drei Jahre um genau zu sein. 2010 haben die Finnen zwar – wenn man den Chartpositionierungen glaubt – mit Erfolg ihr Album „Screamworks: Love in Theory and Practice“ veröffentlicht, die Verkaufszahlen waren aber eher mäßig. 2013 wollen sie es nun deshalb noch mal wissen. Mit „Tears On Tape“.

Das beginnt mit dem ungewohnt sanften Opener „Unleash The Red“, legt dann bei „All Lips Go Blue“ aber umso mehr los und liefert direkt einen eingängigen Ohrwurm. Love Metal in seiner besten Form. Danach glätten sich die Wogen etwas, HIM bewegen sich zwischen Rock, Pop, Folk und eben Metal. „Stell dir einen Folksänger vor, der es mit einer Metalband treibt“, beschreibt Frontmann Ville Valo den neu definierten, aber auch gewohnten Sound.

13 Tracks finden sich auf dem mittlerweile achten Studioalbum der Band. Aufgenommen wurden die brandneuen Songs in der Heimat unter der Ägide ihres bewährten Langzeit-Produzenten Hiili Hiilesmaa. Und sie zeigen eine große Bandbreite, verbinden Emotion mit Heavyness. Man könnte fast sagen, dass „Tears On Tape“ ihr bislang härtestes Album ist. Mit dem seichten Mainstream von“Razorblade Romance“ hat es nicht mehr viel gemein. Bis auf die tiefe Stimme von Valo, die den Songs eine Base gibt und zugleich auch das Wiedererkennungsmerkmal des Quintetts ist.

Dennoch ist da auch der Titelsong, der die etwas ruhigere Seite der Platte einläutet und zugleich an die Anfänge der Band erinnert. An den Sound, der HIM so groß gemacht hat. Mit „Tears On Tape“, „Drawn & Quartered“ oder auch vier instrumentalen Stücken wie „Trapped In Autumn“ zeigen HIM, dass sie auch immer noch anders und nicht nur hart können. Die Mischung stimmt in jedem Fall und dürfte für jeden Geschmack etwas Passendes bieten.

Momentan arbeiten HIM an neuen Tourdaten für 2013, inklusive einem Auftritt auf dem renommierten britischen Download-Festival! In Berlin und Köln haben sie bereits zwei Chlubshows gespielt.

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a