Kritik | Schwarz in Schwarz von „Subway To Sally“

Küstler:
Subway To Sally
Redaktions-Wertung:
Titel:
Schwarz in Schwarz
Release:
23. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mit jedem neuen Album wird es schwerer, für Subway to Sally neue Superlativen zu finden. Tatsächlich ist die Entwicklung der Band aber so dramatisch gut, dass so ein Superlativ jedes Mal angebracht ist. Mit “Schwarz In Schwarz“ ist es Subway to Sally auch diesmal wieder gelungen. Das Album ist laut Aussage von Bodenski, der die meisten Songtexte der Band schreibt, eine einzige Liebeserklärung der Band an ihre Fans und an die Gothic-Szene. Das nun elfte Studioalbum von Subway to Sally ist durchdringend, irgendwie magisch, aber auch kritisch. Dabei spielt die Dunkelheit und die Farbe Schwarz in jedem Song eine Rolle.

So ist der erste Titel “Das Schwarze Meer“ auch gleich eine direkte Verbindung zu den Fans. Denn beim Summer Breeze Festival 2010 wirkten die Hände, die aus der Masse herausragten, wie unzählige schwarze Boote auf hoher See. Der wie für einen Film gemachte Song beschreibt das schwarze Meer als schön und dunkel zugleich.

Ein zweites, absolutes Highlight folgt mit “Schlagt Die Glocken“. Dabei stechen Songzeilen wie “Mutter Maria, heiliger Petrus, der Vater ging fort mit dem einzigen Sohn“ heraus. Die Interpretation des Textes bleibt jedem selbst überlassen, aber es deutet viel auf den Verfall des christlichen Glaubens in unserer Welt hin. Der Zweifel an Gott geht weiter bei “Kämpfen Wir!“

Düster und schön ist die Geschichte des Mädchens, das in “Bis in alle Ewigkeit“ in ihrem Zimmer in ihrem schwarzen Alptraum immer auf und ab läuft. Auch in “Nichts ist für immer“ ist die Ewigkeit das bestimmende Thema.

Düster geht es weiter “Ins Dunkel“, bevor das Grab in “Wo Rosen Blüh’n“ zum nächsten Highlight des Albums ansetzt. Auch “Tausend Meilen“ bringt nichts weiter zu tage als den puren, schönen Schmerz der Einsamkeit. Voll tiefer Gefühle endet das Album mit “Mir Allein“, “Am Ende des Weges“ und “MMXII“.

Subway to Sally hat sich mal wieder selbst übertroffen und seinen Fans mit “Schwarz in Schwarz“ ein Album voll Tiefe und berührender Emotion geschenkt.

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