Kritik | Gold Cobra von „Limp Bizkit“

Küstler:
Limp Bizkit
Redaktions-Wertung:
Titel:
Gold Cobra
Release:
24. Juni 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Sechs Jahre ist es mittlerweile schon wieder her, dass Fred Durst und Co. „The Unquestionable Truth (Part 1)“ besungen haben. Ihr gigantisches Album „Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water“ liegt sogar schon ganze elf Jahre zurück. Ja, um die Nu Metal Rocker ist es ruhig geworden und fast hätte man sie vergessen, wäre da nicht Durst gewesen, der bereits Ende 2009 erstmals das neue, sechste Album der Band angekündigt hat. Es trägt den Titel „Gold Cobra“ und sollte eigentlich schon Anfang 2010 veröffentlicht werden. Daraus wurde allerdings nichts und so kommt die Scheibe erst in diesen Tagen in die Läden.

Wer aber denkt, dass Limp Bizkit in den letzten Jahren nur auf der faulen Haut gelegen haben, irrt. In den USA waren sie durchaus aktiv und bei etlichen Festivals wie dem Rock on the Range oder 98 Rock Fest vertreten. Sogar in der Tonight Show von Jay Leno waren sie zu sehen. Bereits im April 2010 veröffentlichte die Band den Song „Why Try“, im August folgte „Walking Away“. Knapp ein Jahr später machte Fred Durst es dann spannend, als er verriet, dass die Vielzahl an Songs und Remixen eigentlich auch für ein weiteres Album reichen würde. Die PR-Maschinerie war also bestens geölt und die Jungs von Limp Bizkit haben sie mit skurrilen Videos (wie beispielsweise einem Interview mit Indiana Jones und der mystischen Kobra) weiter angeheizt.

Nun ist es also da, das neue Schmuckstück. Und die Erwartungen sind logischerweise groß. Die erste Single-Auskopplung „Shotgun“ hat aber bereits gezeigt, dass Limp Bizkit diesen auch 2011 gerecht werden. Die 17(!) Titel des Albums klingen wie eine musikalische Zeitreise. Einerseits ist die Band gereift, andererseits hört sie sich an wie damals: rockig, provozierend, laut. Das ist nicht zuletzt den Riffs von Wes Borland zu verdanken, der nach einigen Jährchen Auszeit seit 2009 wieder mit von der Partie ist. Auch Fred ist nach wie vor in Bestform, besonders textlich.

Erhältlich sein wird „Gold Cobra“ übrigens in 3 Versionen: einer Standard Edition (13 Tracks), einer Deluxe Edition (16 Tracks, ausschließlich digital) und der bereits erwähnten Best Buy Deluxe Edition (17 Titel). Welche Ausgabe sich eher lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass Limp Bizkit das groß angekündigte Comeback definitiv gelungen ist! Die ersten Auskopplungen waren im Netz durchaus erfolgreich, besonders „Shotgun“ kann man wohl zu den gelungensten Arbeiten von Limp Bizkit zählen. Gerappt wird zwar über Marihuana, aber dem Gitarren-Solo von Borland gilt hier eindeutig die größte Aufmerksamkeit.

Im Gesamten sind Limp Bizkit ein wenig düsterer geworden, erinnern teilweise an Slipknot und Korn, sind dabei aber immer noch so wild und ungestüm wie vor einem Jahrzehnt. Da kann man wohl nur gratulieren, wenn man vorher nicht der akustisch-giftigen Schlange zum Opfer fällt. Das Trommelfell ist definitiv Mode!

LIMP BIZKIT live:

25.06.2011 Mannheim, SAP Arena
27.06.2011 Oberhausen, König-Pilsener Arena
28.06.2011 München, Tollwoord Festival
02.07.2011 Twistingen, Reload Festival
04.07.2011 Leipzig, Haus Auensee

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1 Kommentar

  1. Also, ich habs mir jetzt ein mal durchgehört und ich bin begeistert. DAS ist ein Meisterwerk. Zum Gitarristen muss man nichts sagen außer GENIAL! Ich hab mich verliebt! ♥

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