Kritik | With Children United In Prayer von „Children Beyond“

Küstler:
Children Beyond
Redaktions-Wertung:
Titel:
With Children United In Prayer
Release:
14. Oktober 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Besinnlich und transzendental

Tina Turner, Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay veröffentlichen ihr zweites gemeinsames Album im Sinne der Religion und des Friedens. Das erste „Beyond“ wurde bereits mit Platin ausgezeichnet. Auf der neuen Platte „Children Beyond“ haben die drei spirituellen Künstlerinnen zusammen mit 30 Kindern verschiedener Kulturen und Nationen zwölf Gebete und Mantras aufgenommen. Dabei vertreten sie die Religionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Judentum, Islam und Sikhismus.

Drei Frauen – zwei Religionen – eine Botschaft. Das war das Motto des ersten Albums. Ziel dieser Lieder soll es sein, sich der Toleranz und dem Frieden zuzuwenden. Und die Zeit der Besinnung rückt ja bekanntlich gegen Ende des Jahres wieder näher. Roland Frei, Produzent der NJP-Studios vertonte die Gebete mit ost-westlichen Klängen. So entstand eine Sammlung an Liedern, die überaus weltmusikalisch klingen und wie eine Reise durch verschiedene kleine Dörfer, in denen Botschaften und Weisheiten noch durch Klänge und Gesang überliefert werden. Instrumente wie orientalische Flöten („ALLAH HU“), afrikanische Trommeln oder asiatische Glöckchen und Klangschalen („BUDDHAM SARANAM GACCHAMI“) geben den Gesängen der Kinder die melodische Begleitung.

Fröhlich sind die Melodien eher nicht. Die meisten der Lieder klingen sehr bedächtig und ein wenig traurig. So etwa das jüdische Stück „KOL HA´OLAM KULO“, gesungen von einem jungen Mädchen und begleitet von den wunderschönen Klängen der Klarinette und Fiedel. Die Botschaft des Stücks lautet, dass die ganze Welt eine schmale Brücke ist, und es das Wichtigste ist, gar keine Angst zu haben. Das buddhistische Mantra „SaTaNaMa“ bedeutet wenn man es auseinandernimmt: Sa – Geburt, Beginn, Ta – Leben, Na – Tod und Ma – Wiedergeburt oder Auferstehung. Wirklich interessant, wenn man nach der Bedeutung der einzelnen Gebete forscht. Man lernt auf jeden Fall etwas über fremde Kulturen dazu.

An die Zuhörer appellieren die Kinder und die drei Sängerinnen mit folgenden Worten: „When you sing you do the right thing – sing!“ Also einfach mitsingen, auch wenn man nicht versteht, was man singt! Verstehen kann man die Texte nämlich nicht, es sei denn man spricht Hebräisch oder etwas anderes außergewöhnliches. Wer mehr über das ganze Projekt erfahren möchte, findet auf der Homepage www.beyondsinging.com einige Videos der Künstler, in denen sie erklären wie es zu der Inspiration kam. Die Einnahmen gehen an verschiedene Stiftungen: die SEESCHAU FOUNDATION unterstützt die internationale Bildung und Sportevents weltweit für Jugendliche. Die DEWA CHE FOUNDATION bewahrt die buddhistischen Bräuche und Kultur in Tibet und die TINA FOUNDATION bietet vor allem den Müttern im Kinderkrankenhaus in Memphis Tennessee Unterstützung.

Wer in der vorweihnachtlichen Zeit einmal etwas anderes als den ausgelutschten Dauerbrenner „Last Christmas“ hören möchte, oder sich einfach nur für andere Kulturen und Klänge interessiert, sollte in diese Scheibe einmal rein horchen. „We are all one!“ Ja, letzten Endes sind wir alle eins! Und besinnen und zur Ruhe kommen wollen wir uns doch auch alle. Und wer könnte außerdem diesem süßen Vogel-verzierten lila Cover wiederstehen.

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