Kritik | Voices von „J.R. Blackmore“

Küstler:
J.R. Blackmore
Redaktions-Wertung:
Titel:
Voices
Release:
21. Oktober 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Blackmore. Ein Name, den echte Rock- und Hardrock-Fans sofort mit einer Band verbinden: Deep Purple (und natürlich auch ehemals Rainbow)! Was viele aber gar nicht wissen: Nicht nur Richie Blackmore ist an der Gitarre begabt, auch sein Sohn J.R. haut ordentlich in die Saiten und hat das Talent seines Vaters geerbt. Schon im Alter von zehn Jahren hat er seine erste Akustikgitarre bekommen, später dann eine Fender Stratocaster. In den 80ern versuchte er sich in diversen Band- und Soloprojekten. Erst 2004 hat er mit seinem langjährigen Freund Malte Rathke schließlich das Instrumental-Projekt J.R. Blackmore ins Leben gerufen.

Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen und Kollaborationen und gemeinsam mit Tony Carey, Bobbie Rondinelli, Greg Smith, Jo Lynn Turner die Gründung der Band Over The Rainbow. Die Gruppe feierte ein Comeback der Rainbow-Zeit, tourte vier Wochen durch Russland, später Japan und dann Europa. Zwei Jahre insgesamt. Ein einmaliges Erlebnis, das J.R. regelrecht überwältigt hat. Trotz verschiedener Projekte fand er aber immer wieder Zeit für seine eigene Musik und hat nach Alben wie „Between Darkness and Night“ oder „Still Holding On“ am 21. Oktober nun sein neuestes Album „Voices“ veröffentlicht. Und zwar unter dem Namen J.R. Blackmore & Friends. Mit von der Partie sind u.a. Markus Engelstädter, ELA, Michael Bormann, Paul Morris und  Danny Miranda.

„Voices“ besticht durch eine Vielzahl an Einflüssen – sei es orientalisch, neoklassisch oder einfach nur wunderbar rockig – und zeigt sich als rundum gelungenes Werk, bei dem man ohne Zweifel sagen kann: Wie der Vater, so der Sohn. Wobei jeder Spross eines erfolgreichen Künstlers weiß, wie schwer es ist, aus dem familiären Schatten zu treten und eigene Spuren zu hinterlassen. Jürgen Blackmore gelingt das einwandfrei, denn er wird den hohen Erwartungen aufgrund seines Nachnamens vollkommen gerecht. Und der deutsche Vorname täuscht auch nicht, denn Jürgen ist 1964 aus Richie Blackmores Ehe mit der Deutschen Margit Volkmar hervorgegangen. Nach der Scheidung war Richie mit einer weiteren Deutschen,  Bärbel Hardie, verheiratet, was dazu geführt hat, dass er fließend Deutsch spricht.

Sein Sohn  spricht dagegen definitiv die Sprache des Hardrock und trifft mit „Voices“ einen absoluten Nerv. Die insgesamt sechs Sänger, die zu hören sind, gestalten das Album abwechlungsreich und dürften allen zusagen, die eine Schwäche für klassischen Hardrock haben. Bleibt nur zu hoffen, dass J.R. 2012 vielleicht auch mal wieder durch Deutschland tourt, damit man ihn live erleben kann!

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