Kritik | Titanic Requiem von „Robin Gibb & R.J. Gibb with the Royal Philharmonic Orchestra“

Küstler:
Robin Gibb & R.J. Gibb with the Royal Philharmonic Orchestra
Redaktions-Wertung:
Titel:
Titanic Requiem
Release:
30. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Fast genau 100 Jahre ist es her, dass die RMS Titanic auf ihrer Jungfernfahrt einen Eisberg gerammt hat und gesunken ist. Eine bewegende Geschichte, die schon auf vielfältige Weise erzählt wurde und diese Woche mit einem 3D-Remake auch wieder in die deutschen Kinos kommt. Doch nicht nur James Cameron hat sich dem Thema Titanic angenommen, auch Robin Gibb und sein Sohn Robin John Gibb haben sich damit befasst. Allerdings auf etwas andere Weise. Sie haben gemeinsam ein einstündiges klassisches Werk in Form eines lateinischen Requiems komponiert und erinnern damit an die 1.500 Opfer, die 1912 im eiskalten Pazifik einen tragischen Tod finden mussten. Es war zugleich auch ihre erste Zusammenarbeit.

Die Idee dazu hatten sie aber nicht selbst. 2009 wurden sie in Belfast gefragt, ob sie Lust hätten, einige Songs zum Gedenken an den Untergang der Titanic zu schreiben. Sie mussten nicht lange überlegen und haben schnell zugesagt. Auch, wenn die Umsetzung auf sich warten ließ, wusste RJ recht schnell, wie er das Konzept angehen wollte. „Ich sagte zu meinem Vater: ‚Lass uns an die Aufgabe als ein Requiem herangehen, das auf der klassischen lateinischen Messe basiert. Lass uns den Opfern ein echtes Requiem geben.‘ Es schien der richtige Weg zu sein, unsere Gefühle auszudrücken“, so der 29-Jährige.

So kam es, dass das „Titanic Requiem“ im Laufe des letzten Jahres gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Orchestra und dem RSVP Choir (Reconciliated Singers Voices of Peace) in London aufgenommen wurde. Die Solostimmen stammen von renommierten Sängern wie dem Tenor Mario Frangoulis und der 14-jährigen Isabel Suckling. Zudem ist auf dem Song „Don’t Cry Alone“ auch Robin Gibb selbst zu hören, dessen unvergessliche und einzigartige Stimme nach Jahren nun wieder zu hören ist. Der Großteil der Stücke ist aber instrumental angelegt und spiegelt die Dramatik der Nacht vom 14. zum 15. April 1912 bewegend wieder. Den Kampfs ums Überleben, den Untergang -zweieinhalb Stunden nach der Kollision. Um dies zu erreichen, hat sich RJ gedanklich an Bord der Titanic versetzt und versucht einzufangen, wie es war, an Bord zu sein. Eine Vorstellung, die nicht nur ihn, sondern auch seinen Vater sehr bewegt und zugleich inspiriert hat.

Robin Gibb: „Es ist eine unglaubliche Erfahrung gewesen, mit meinem Sohn RJ an diesem Projekt zu arbeiten. Es steckt eine enorme kreative Freiheit darin, mit einem Familienmitglied zusammenzuarbeiten. Eine der treibenden Kräfte war diese Erfahrung, und es hat mir gleichzeitig auf dem Weg der Genesung geholfen.“ Bei ihm war 2010 die gleiche Darmkrankheit diagnostiziert wurde, an der sein Bruder Maurice im Januar 2003 verstarb.

Am 10. April wird übrigens die Uraufführung des Monumentalwerks in der Great Hall der Central Hall, Westminster in London stattfinden. Neben dem Royal Philharmonic Orchestra werden ein großer Chor und einige Special Guests auf der Bühne zu sehen und zu hören sein.

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