Kritik | Spirit In The Room von „Tom Jones“

39 Studioalben hat Tom Jones im Laufe seiner fast 50-jährigen Karriere schon veröffentlicht. Vor wenigen Tagen ist nun Nr. 40, „Spirit In The Room“, erschienen. Eine gelungene Fortführung seines 2010 erschienenen Gospel Albums „Praise & Blame“, bei der sich der Tiger selbst ruhig anmaßen darf, Zeilen wie „‚I was born with the gift of a golden voice“ zu singen. Denn ja, auch mit fast 72 hat Sir Thomas John Woodward noch immer ein beeindruckendes Organ.

Das stellt er auf „Spirit In The Room“ zur Genüge unter Beweis und hat damit einen Longplayer geschaffen, der in keiner Tom Jones-Sammlung fehlen sollte. Auch, wenn es nicht unbedingt das beste und stärkste Album in seiner Laufbahn ist. Denn Tom Jones kann mehr.

Entstanden ist das Album erneut unter der Regie des gefeierten Ethan Johns (Gewinner des BRIT Award 2011 in der Kategorie „Produzent des Jahres“) und es enthält ausnahmslos Cover. Songs von großartigen Songschreibern wie Leonard Cohen (wie beim Opener „Tower Of Song“), Paul McCartney („(I Want To) Come Home“), Paul Simon („Love And Blessings“) oder Richard Thompson („Dimming Of The Day“). Auf „Praise and Blame“ waen es noch Stücke von Bob Dylan, John Lee Hooker oder Billy Joe Shaver. Unterstützung haben Tom Jones und der Multiinstrumentalist/Produzent Johns im Studio einzig von Richard Causon (an den Vintage Keyboards, Klavier, und Gitarre), der Schlagzeugerin Stella Mozgawa (Warpaint) sowie den Bassisten Ian Jennings und Sam Dixon erfahren.

Wie auch 2010 hat Tom Jones das Material für sein Album mit großer Sorgfalt ausgewählt. Er hat sich für Songs entschieden, denen er neues Leben einhauchen kann und die zu seiner kräftigen Stimme passen. Am besten ist ihm das bei „Soul of a Man“ oder „Charlie Darwin“ gelungen. Doch auch in der Gesamtheit ist „Spirit In The Room“ ein schönes, unterhaltsames Album geworden. Es nutzt seine Reserven nur nicht vollends.

Neben der Standardvariante ist das Album übrigens auch als Deluxe-Edition erschienen, auf der auch die Stücke „Just Dropped In“, „Lone Pilgrim“ und „When The Deal Goes Down“ vertreten sind.

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