Kritik | Shoulders & Giants von „Collapse Under The Empire“

Küstler:
Collapse Under The Empire
Redaktions-Wertung:
Titel:
Shoulders & Giants
Release:
21. Oktober 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Collapse Under The Empire ist ein Projekt, das von Chris Burda und Martin Grimm ins Leben gerufen wurde. Die beiden Hamburger haben ihren ganz eigenen cineastischen Sound und konnten bereits mit ihren ersten beiden Alben überzeugen. Nach dem Mini-Album „The Sirens Sound“ und der Split EP „Black Moon Empire“ steht nun seit dem 21. Oktober der erste Teil ihres Doppel-Albums „Shoulders & Giants“ in den Läden. Der zweite Teil, „Sacrifice & Isolation“, erscheint kommendes Jahr, also 2012.

„Shoulder & Giants“ ist dabei vor allem als Konzeptwerk zu verstehen. Es handelt von verschiedenen Gefühlswelten und behandelt in zwei Teilen die menschliche Existenz, aber auch den Traum vom Aussteigen, die Isolation und den Tod. Ähnlich düster ist das Cover geworden, wobei alle Arbeiten, auch im Inlay, von Muriel Derozereuil stammen. Es sind beeindruckende, zugleich aber auch bedrückende Bilder, die durch den einleitenden Satz „Dedicated To All The People Who Lived And Died For Their Ideals“ eine zusätzliche Schwere entwickeln.

„Shoulder & Giants“ steckt dennoch auch immer wieder voller Hoffnung, ist mal dezent und leise, dann wieder laut und brachial. In zehn Titeln nehmen Chris und Martin ihre Hörer mit auf eine Reise. In satte, grüne Täler, dann wieder eisige bergige Landschaften, fernab jeglicher Zivilisation. Man kann die Augen schließen und sich mitnehmen lassen. Durchlebt Freude, aber auch viel Traurigkeit. Die rein instrumentalen Stücke leiten das bis dato wohl ambitionierteste Werk des Duos ein und stellen umso mehr in Frage, warum die Band bislang im Ausland mehr Anerkennung erfahren hat, als im eigenen Land.

Mit ihrem neuen Doppel-Album dürfte sich das hoffentlich ändern, denn den Weg, den „Shoulder & Giants“ geebnet hat, wird „Sacrifice & Isolation“ sicher ähnlich erfolgreich gehen. Collapse Under The Empire zeigen, wie kraftvoll die Musik selbst sein kann und wie viele Facetten sie beinhaltet. Auch ohne Vocals funktioniert ihr Album. Vielleicht sogar noch besser als mit. Für Postrocker sicher ein interessantes Scheibchen. Lust auf den zweiten Teil macht es allemal.

Wer Lust auf einen kleinen Vorgeschmack hat, kann sich hier das Video zu „Disclosure“ ansehen:

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