Kritik | Scream Your Name von „Scream Your Name“

Küstler:
Scream Your Name
Redaktions-Wertung:
Titel:
Scream Your Name
Release:
25. Januar 2013
LeserInnen-Wertung:

„Och, sind die niedlich“, denkt man sich so, wenn man das Cover von „Scream Your Name“ sieht. Dass man damit vollkommen falsch liegt, beweisen die vier Emmentäler sofort bei den ersten Takten von „24/7“, denn hier geht es mehr als ordentlich und so gar nicht boygroup-like zur Sache. Wer noch nicht weiß, auf was er sich einlässt, dürfte hier definitiv überrascht sein.

Denn weder Band noch Album tragen umsonst den Titel „Scream Your Name“. Leise ist nicht das, worauf es das Quartett anlegt. Zwischendurch sind zwar immer mal wieder ruhigere Seiten zu hören, aber auch nur, damit die Jungs danach direkt wieder ordentlich durchpusten können. „Scream Your Name“ macht den süßen Schmerz spürbar, den der extreme Spagat zwischen brachialen Breakdowns und feingliedrigen Melodien, poppigen Elementen und edelstählernen Riffs, zwischen galligem Gebrüll und runden Refrains verursacht.

Viel Lärm um nichts? Keinesfalls! Die Schweizer haben möglicherweise eine große Klappe, aber da steckt auch etwas dahinter. Wer sich das Vierergespann anhören bzw. live anschauen will, sollte auf jeden Fall ein massives Trommelfell mitbringen. Die Mischung aus Metal, Alternative Rock und Punk ist nicht für Zartbesaitete. Aber auch nicht neu. Der Stil der vier Musiker erinnert an Slipknot und andere Konsorten. Dennoch ist „Scream Your Name“ kein Schnellschuss. Für die 13 Songs und ihr Debüt haben sich Scream Your Name immerhin drei Jahr Zeit gelassen. Manu, Stefan, Micha und Miguel sind bereit. Es wird sich zeigen, wie sie sich im internationalen Zirkus behaupten können.

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