Kritik | OST „Drive“

Küstler:
Score by Cliff Martinez
Redaktions-Wertung:
Titel:
OST Drive
Release:
20. Januar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Cliff Martinez zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten amerikanischen Filmkomponisten und hat bereits zu Blockbustern wie „Traffic“ und „Der Mandant“ die richtige Musik zugesteuert. Er war auch für viele Projekte von Steven Soderbergh verantwortlich, darunter „Kafka“, „Grey’s Anatomy“ und „Solaris“. Das Jahr 2012 beginnt er nun allerdings mit einem neuen Geniestreich, dem Score zu „Drive“. Einem Remake des Kultfilms „The Drive“ aus den 80ern Jahren, das am 26. Januar in die deutschen Kinos kommt.

Entstanden ist dieser unter der Regie von Nicolas Winding Refn, der vor allem für seine Umsetzung der „Pusher“-Trilogie bekannt geworden ist und in der Vergangenheit auch als Screenwriter und Produzent tätig war. Sein Streifen „Drive“ hat ihm bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 einen Award als „Bester Regisseur“ eingebracht. Er ist aber nicht der Einzige, der glänzt. Auch Überflieger und Frauenliebling Ryan Gosling („Wie ein einziger Tag“, „Lars und die Frauen“) präsentiert sich in einer weiteren Paraderolle und spielt ‚Driver‘, der tagsüber als Stuntwagenfahrer arbeitet und nach Feierabend kriminellen Hobbys nachgeht. Neben ihm sind u.a. Carey Mulligan, Oscar Isaac, Albert Brooks und Ron Perlman zu sehen, die „Drive“ zu einem absolut mitreißendem Film machen.

Was diesen abrundet, ist der Original Motion Picture Soundtrack, zu dem nicht nur Originalkompositionen vom bereits erwähnten Cliff Martinez zählen, sondern auch Songs von Kavinsky & Loverfoxxx. Die Mischung aus dem Elektropopstil der 80er Jahre und klassischen Sounds untermalt einmalig den Charakter des Films und erlaubt es Martinez, die Grauzone zwischen Musik und Sounddesign zu überbrücken. Damit hat er auch Regisseur Nicolas Refn einen Gefallen getan, denn dieser bat ihn, „etwas zu erschaffen, das zwar genauso funktionieren würde wie Musik, das die meisten Menschen aber nicht als Musik identifizieren würden“. Martinez war demnach mit eigenen Worten „der Schinken in der Mitte eines Soundtrack-Sandwiches“. Und wer es nicht schon nach dem ersten Happen „Nightcall“ begreift: dieses Teil schmeckt verdammt gut!

Denn obwohl der Soundtrack anfangs noch recht elekronisch und melodisch beginnt, werden die Vocalparts immer weniger und stattdessen rücken mystische, teils auch bedrohliche Sounds in den Vordergrund. Man merkt, auch ohne den Inhalt des Films zu kennen, dass „Drive“ nicht nur schöne Szenen enthält, sondern Grenzen überschreitet. Den Zuschauer erwarten schnelle Autos, Action, Knochenbrüche und ein Blockbuster, bei dem man sich definitiv anschnallen sollte!

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