Kritik | On A Mission von „Katy B“

Küstler:
Katy B
Redaktions-Wertung:
Titel:
On A Mission
Release:
08. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:

Wie schafft man es, in einer Musikwelt, die scheinbar von Chamäleons wie Lady Gaga, Katy Perry und Rihanna regiert wird, auf sich aufmerksam zu machen? Ganz einfach: indem man anders ist. Die Britin Katy B hat sich dies offenbar zu Herzen genommen, denn mit ihrem eigenwilligen und experimentellen Sound sorgt sie seit 2010 vor allem im UK für frischen Wind in den Charts. Sie mischt Dubstep mit Pop und Dance, Hip Hop mit Funk und Garage. Herausgekommen ist dabei das Debüt-Album „On A Mission“, das hierzulande seit dem 8. Juli zu haben ist.

Darauf sind zwölf Titel, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mal poppig, mal mit Rap statt Gesang, mal mit Dancebeat – mit Katy B wird es nicht langweilig! Vielleicht liegt es daran, dass sie eine erstklassige Ausbildung an der legendären BRIT School in London genossen hat. Die weiterführende Schule haben schließlich auch schon Stars wie Amy Winehouse, Leona Lewis, Jessie J und Katie Melua besucht und ihnen hat der Besuch ganz offensichtlich auch nicht geschadet.

Anfangs war Katy B vor allem an unterschiedlichen Produktionen beteiligt und arbeitete u.a. mit Geeneus, DJ NG und Jelly Jams zusammen, bis im August 2010 ihre erste Single „Katy On A Mission“ veröffentlicht wurde. Die kletterte im UK bis auf Platz 5 und machte aus der fast 22-Jährigen einen äußerst interessanten Newcomer. Ihre zweite Single „Lights On“ ft. Ms. Dynamite wurde deshalb noch erfolgreicher und machte neugierig auf das erste Album der Singer-Songwriterin.

In England ist es bereits im April erschienen und direkt auf Position 14 eingestiegen. In Deutschland ist das Album erst seit wenigen Tagen auf dem Markt, der Hype um die hübsche Sängerin aus Peckham aber bereits entbrannt. Alle Beats auf der Scheibe stammen von namhaften Produzenten wie Magnetic Man oder Benga. Die fertigen Songs aber sind das Werk von Katy. „‚Es geht um mich; einfach als junge Frau, Partys, Beziehungen… das Album beschreibt auf jeden Fall, was mich ausmacht“, so die Britin. Jeder Track hat eine Bedeutung, zeigt Erfahrungen, die Katy gemacht hat. Ist es die Kombination aus scheinbar unschuldigem Pop und düsteren Dubstep/Grime oder schlicht die Faszination, das ein fast schon schüchtern wirkendes Mädchen als Support von John Legend oder The Roots auftritt? Wahrscheinlich ist es ein bisschen von allem.

“ Ich hatte immer diese „Wer interessiert sich schon für die Charts?“-Einstellung. Aber ich wollte auch schon immer erfolgreich sein, bei dem was ich tue. Alles, was ich je wollte, war meinen Lebensunterhalt zu verdienen“, so Katy B. Es scheint, als wäre ihr dies gelungen …

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