Kritik | Oceanic von den „Emil Bulls“

Küstler:
Emil Bulls
Redaktions-Wertung:
Titel:
Oceanic
Release:
30. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Da braut sich was zusammen

Es ist aggressiv, es ist heiß und der Bass vibriert mit voller Dröhnung. Langsam rollt der Sound auf uns zu wie eine grollende Gewitterwolke. Es ist da: Das siebte Album der Emil Bulls! Und das hat es in sich! „Vielseitig, bitterböse und wunderschön zugleich“ (Andy Bock, Gitarre).

Gebrüllte Texte mit hämmernde Bassgitarren im Hintergrund und im nächsten Atemzug Glockenspiel und eine sanfte Männerstimme lässt eine schöne Melodie. Und die unverkennbare Stimme des Nu Metals. Sie schreien und die Rhythmen hämmern sich in dein Gehör. Unvergesslich dieser Sound!

„Between the Devil and the deep blue sea“ ist eines von vierzehn unverkennbaren Stücken auf dem Album „Oceanic“. Mal dröhnt es einfach nur, mal sind die Melodien ergreifend und haben Ohrwurmfaktor („The jaws of oblivion“) oder sind echte Hits („The knight in shining armour“). Dann bereichert unsere Ohren wieder ein Stück Speed Metal bei dem das Trommelfell idealerweise anfängt zu vibrieren („Not tonight Josephine“). E-Gitarren-Soli vom allerfeinsten, Bass ohne Ende und schnelle Drumsticks die über´s Schlagzeug fliegen. So zieht es sich weiter durch die ganze Platte. Manche Stücken wie etwa „I bow to you“ sind fast schon friedlich. Eine echt gute Mischung!

Sie sind ungemein beliebt bei Konzert-Veranstaltern weil sie verschiedenste Fanlager vereinen. In sechzehn Jahren Bandgeschichte haben sie es geschafft eine gelungene Platte nach der anderen zu produzieren und immer den unverkennbaren Stil der Emil Bulls zu behalten. Produzent Benny Richter hat zusammen mit Frontsänger Christoph von Freydorf stolze Arbeit geleistet. Man merkt es: Keine exprerimentellen stilistischen Neuerungen, einfach nur Treue und die Emil Bulls pur! Das wollen wir und das hören wir. Und was meinen die Emil Bulls selbst zu ihrem neuen Baby? Sänger von Freydorf meint „die Songs treten dir mit voller Wucht ins Gesicht – geben die im nächsten Moment aber genauso Trost und Zärtlichkeit. Gerade wenn du denkst, alles ist wieder gut, kommt der nächste Hieb“. Na wer das nicht am eigenen Leib erfahren will ist selbst Schuld.

Flüche, Kraftausdrücke und natürlich der Gegensatz zwischen Tod und dem Leben. Eins ist klar: Die Scheibe ist viel zu schnell vorbei. Nochmal hören bitte! Oder am besten eines der vielen Konzerte auf der Tour im Herbst besuchen!

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