Kritik | Mockingbird Time von „The Jayhawks“

Küstler:
The Jayhawks
Redaktions-Wertung:
Titel:
Mockingbird Time
Release:
02. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

16 Jahre sind vergangen, seit The Jayhawks ihr letztes Album veröffentlicht und Mark Olson und Gary Louris gemeinsam mit ihren Bandkollegen zusammen im Studio gestanden haben. Eine lange Zeit bedenkt man, wie erfolgreich das Quintett in den 80/90er Jahren war. Dennoch: Wer The Jayhawks damals schon mochte, wird sie auch jetzt noch lieben, denn sie sind wieder da. Und zwar mit einer neuen Scheibe, die sich „Mockingbird Time“ nennt, im Gepäck.

Lauscht man dieser, wird man mit Erleichterung feststellen, dass sich nicht viel verändert hat. The Jayhawks stehen immer noch für grandiosen Rock und eine ordentliche Prise Country und haben nicht umsonst angekündigt, das beste Jayhawks-Album aller Zeiten machen zu wollen. Und das in Originalbesetzung inklusive Gary und Mark, welcher damals 1995 die Band verlassen und damit eine große Ära beendet hat. The Jayhawks haben zwar auch ohne ihn weitergemacht und funktioniert, aber irgendwie gehören die Harmoniegesänge von Olson und Louris zur Band. Wie auch Karen (Keyboards), Marc (Bass) und Tim.

Heute sagt Gary über die Arbeit am neuen Album:“ Mark und ich waren der Ansicht, dass wir ein paar Dinge, die wir einst angefangen hatten, noch zu Ende bringen mussten. Also haben wir uns wieder zusammengetan und ein paar großartige Songs geschrieben.“ Zwölf sind es insgesamt geworden. In guter alter Alternative-Country-Manier, beim neuen Label Rounder. Man setzt auf Akustikgitarren, schleppende Rhythmen und eine gewisse Gemütlichkeit. „Mockingbird Time“ lässt sich die 16 Jahre nicht anmerken und klingt nicht, als hätte es Zeitdruck. Das Album wirkt gemächlich, überzeugt aber dennoch mit der richtigen Dramaturgie und Intonation.

Besonders stark sind, neben dem Opener „Hide Your Colors“, die Nummern „Closer To Your Side“, „High Water Blues“ und „Stand Out In The Rain“. Geschrieben wurden alle Tracks von den kreativen Köpfen der Band – Mark und Gary. Gary hat das Album zudem produziert. Mittlerweile sind sie der Meinung, dass die Auszeit der musikalischen Entwicklung der Gruppe gutgetan hat, denn jeder konnte neue Stile kennenlernen und entwickeln, die nun in „Mockingbird Time“ eingeflossen sind. Sie haben einfach gemerkt, dass zwischen ihnen eine Magie herrscht, die nicht verschwendet werden sollte.

Also, nicht zögern. Seit dem 2. September steht die Platte in den Läden und wartet darauf, gehört zu werden!

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