Kritik | Mermaid Avenue – The Complete Session von „Wilco & Billy Bragg“

Küstler:
Wilco & Billy Bragg
Redaktions-Wertung:
Titel:
Mermaid Avenue - The Complete Session
Release:
20. April 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Woody Guthier wäre am 14. Juli 100 Jahre alt geworden. Der Vater aller Protestsongs, der Pate der Folkmusic, der Mann, der die USA zu einem Arbeiterstaat machen wollte, ist 1967 im Alter von nur 55 Jahren gestorben, nach einem langjährigen Nervenleiden. Er hat aber mehr als 1000 Songtexte hinterlassen, die zum größten Teil in den 40er und 50er Jahren in der Mermaid Avenue in Coney Island (Brooklyn) entstanden sind. Viele Jahrzehnte haben sie in Kisten vor sich hin geschlummert, bis Woodys Tochter Nora sie schließlich entdeckt hat und beschloss, dass die Welt diese Titel hören musste. Sie hat sich an den britischen Singer/Songwriter Billy Bragg gewandt, der sich der Sache schließlich gemeinsam mit der Band Wilco, allen voran Wilco-Chef Jeff Tweedy, und Jay Bennett (leider vor drei Jahren verstorben) angenommen hat.

Entstanden ist ein Kultwerk in einer upgegradeten Version als Box. Am 20. April sind nun beide Teile der Mermaid Avenue von Billy Bragg & Wilco in einer 3 CD/DVD-Box erschienen, die neben den regulären Alben eine zusätzliche CD mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus den „Mermaid“-Sessions enthält. Das Erste der beiden Alben, „Mermaid Avenue“, erschien 1998 und wurde in der Kategorie „Best Contemporary Folk Album“ für einen Grammy nominiert. Das zweite Album, „Mermaid Avenue Vol. II“, folgte im Jahr 2000.

Auf „Mermaid Avenue – The Complete Session“ stellten Wilco nun die Band bzw. das musikalische Gerüst, Billy Bragg und Jeff Tweedy übernahmen den Gesang. Auch Gitarrist und Sänger Corey Harris, der zwei Songs schrieb und bei einem Song als Co-Komponist fungierte, ist auf vielen Aufnahmen zu hören.  Außerdem gehört der 1999 gedrehte Film „Man In The Sand“ zur umfangeichen Ausstattung der Complete Sessions.

Die Veröffentlichung ist in den USA übrigens mit dem jährlich weltweit zelebrierten „Record Store Day“ am 21. April zusammengefallen, dessen Ziel es ist, die Musikkultur mit einer Reihe von Vinyl- und Special-CD-Editions zu feiern. Auch in Deutschland ist dieser Tag etwas Besonderes und wurde in diesem Jahr zum fünften Mal zelebriert.

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