Kritik | Matter Fixed von „Marlon Roudette“

Mit „Big City Life“ und als Duo Mattafix konnte Marlon Roudette 2005 zusammen mit seinem Kollegen Preteesh Hirjii einen absoluten Volltreffer landen. Seitdem ist es ein wenig ruhig geworden, allerdings ohne dass man die markante Stimme des Briten vergessen hätte. Und siehe da – kaum sieht man den Trailer zum neuen Schweighöfer-Film „What a Man“ begegnet sie einem wieder. Und zwar in Form des Titelsongs „New Age“. Dass dieser ein Ohrwurm ist, zeigt die aktuelle Chartplatzierung, denn Marlon steht auf Platz 1. Und das absolut verdient.

Passend dazu liefert der 30-Jährige auch gleich noch sein erstes Solo-Album und das trägt den Titel „Matter Fixed“. Daran hat er zwei Jahre gesessen und alles aufgearbeitet, was er in der Zwischenzeit erlebt hat: Tod, Liebe, Schmerz. Er hat praktisch alle Geschütze aufgefahren, die ihm so in die Wiege gelegt wurden. Dazu zählen nicht nur seine kreativen Gene (seiner Vater ist Musik-Produzent, seine Mutter Designerin), sondern auch die Lebenserfahrung, die er während seiner Zeit auf der karibischen Insel St. Vincent und in London gesammelt hat. Dass in seiner Brust zwei Herzen schlagen, zeigt schon allein das Cover seines Debüts. Das Booklet selbst lässt dann keine Fragen mehr offen.

Marlon zeigt sich in den zwölf Titeln auf „Matter Fixed“ entsprechend weltoffen und kosmopolitisch. Seine Falsetto Stimme harmoniert sowohl mit Reggae-Sounds als auch elektronischen Beats und poppigen Melodien. Besonders ins Ohr geht das bereits angesprochene „New Age“, das Marlon durch die Verwendung im Film „What a Man“ nach fast sechs Jahren wieder an die Spitze der Charts katapultiert hat. Auch dem Erfolg des Albums dürfte es zu Gute kommen.

Es warten aber noch zahlreiche weitere Hits auf „Matter Fixed“: „Brotherhood of the Broken“ (mit einem Mix aus Reggae und Pop), „Riding Home“ (eine Mischung aus Hip Hop, Reggae und Dancehall, die an The Streets erinnert) oder „Didn’t I“. Schade ist nur, dass die Spannung zum Ende hin etwas nachlässt und Marlon das hohe Niveau der ersten Titel nicht ganz halten kann. Es überwiegen ruhige und gechillte Nummern, an Vielseitigkeit mangelt es keinesfalls. Dennoch hebt sich „New Age“ deutlich von den restlichen Tracks ab und strahlt ein wenig heller.

Anspieltipps: „New Age“, „Storyline“ und „Hold On Me“

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a