Kritik | Latino von „Miloš“

Küstler:
Miloš
Redaktions-Wertung:
Titel:
Latino
Release:
15. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Latino ist Leidenschaft, Temperament, Erotik, Emotion, Heimat und ein feuriges Lebensgefühl. Kann man dies alles mittels einer Gitarre zum Ausdruck bringen? Dem 1983 in Montenegro geborenen Miloš Karadaglić gelingt dies auf eine wunderbar authentische Art und Weise. Nicht zuletzt, weil sich in la-teinamerikanischen Ländern die Gitarre schon längst als Instrument der dortigen Musikkultur etabliert hat.

„Ein großer Teil des schönsten Gitarrenrepertoires kommt aus Lateinamerika.“

Miloš möchte dies seinem Publikum natürlich nicht vorenthalten. Auf seinem bei der Deutschen Grammophon herausgebrachten Album Latino begibt er sich auf eine musikalische Rundreise über den lateinamerikanischen Kontinent und streckt dabei seine Fühler noch in andere Richtungen aus. Neben Präludien, Mazurken und klassischen volksmusikalischen Kompositionen, ist es der für Lateinamerika typische und unverzichtbare Tango, der dieses Album zum wahrhaften lateinamerikanischen Paradebeispiel hervorhebt. Wenn der Tango erklingt, so darf eine Komposition nie fehlen: „Por una cabeza“, einer der am häufigsten interpretierten Tangos von Carlos Gardel, auch als „König des Tangos“ bezeichnet. Auch auf diesem Album rückt es nahezu in den Mittelpunkt, wirkt aber nicht dominierend und unüberwindbar. Vielmehr wird er von den anderen Kompositionen umspannt.

Technisch präsentiert sich Miloš auf höchstem künstlerischen Niveau. Das Studium an der Royal Academy und das jahrelange Perfektionieren der Spiel-technik, heben Miloš von vielen anderen Gitarristen deutlich ab.

Die Mischung auf dem Album Latino ist erfrischend, authentisch und breit ge-fächert. Miloš beherrscht sein Instrument und lässt es auf diese Weise zur Sprache des lateinamerikanischen Lebensgefühls kommen. Beim Zuhören wandert man gedanklich unvermeidbar die Strecke dieser musikalischen Rundreise mit.

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