Kritik | Inner Underground von „Featuring Yourself“

Küstler:
Featuring Yourself
Redaktions-Wertung:
Titel:
Inner Underground
Release:
24. Februar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

2010 haben sie sich gegründet, nachdem sie ihre alten Bands verlassen haben: Kay Petersen (Gesang und Bass), Matthias Frank (Gesang und Gitarre) und Timo Köhler (Drums) bilden die Band Featuring Yourself, abgekürzt auch einfach FY. Alternative, Post-Punk und New Wave nennen sie ihre Musik und treffen damit das Ohr einer breiten Hörerschaft. Zum teil lässig rockig wie eine Radtour im Freien, dann wieder synthetisch geheimnisvoll und trotzdem einfach locker. Gemixt wurde ihre erste Platte von niemand anderem als Donots-Mitglied Kurt Ebelhäuser und gemastert von Andi Jung der Beatsteaks.

Der Gesang von Kay Petersen passt zum Post-Punk: jugendlich, klar und frech. „Radical Race“ zeigt als vierter Song zur Mitte ein wenig mehr die punkige Seite der Band. Es wird auch ein bisschen mehr gebrüllt. Denn das gehört dazu, ohne Kreischen und ausklingende schrille E-Gitarren-Riffs kein richtiger Punkrock. „Asthmosphärisch düster“ wird es in „Inner Underground“. Und doch verliert die Musik ihre schwerelose Leichtigkeit nicht. Manchmal mehr, manchmal weniger trüb. „Old Monitors“ klingt nach Progressive Rock der 80er Jahre. Sprechgesang und synthetische Wellen schweben über der Melodie wie ein Rabe über den Baumwipfeln eines dichten Waldes. „Hope Again“ findet einen metall-lastigen Beginn, ist aber ebenso harmlos wie der Rest der Lieder, trotzt dennoch dem Mainstream-Pop-Punk und zeigt einen ganz eigenen Charakter.

In den Texten geht es um Ängste: Die Befürchtungen von Teenagern, der Existenzangst und natürlich um die innere Angst. Eigentlich geht es um alles was den Menschen bewegt. Fast schon ein Bisschen verspielt naiv klingt sie die rockige Musik der drei Jungs. Doch die sauberen Riffs und die Bässe machen die Klänge ein wenig erwachsener. Bereit zu wachsen. Zwischen altem und Neuem wollen sie sich bewegen. Gleichzeitig zurück und nach vorne blicken. Das gelingt FY, auch wenn die Beats sich meist gleichen und so vieles einfach ähnlich klingt. Auch die Bilder im Album-Booklet zeigen Altes und Neues: Schraffierte ältere Skulpturen auf Bildern, zusammen mit skurrilen Figuren, die Wissenschaft, Abenteuer und Künste spiegeln. Insgesamt ein rockiges Album was man gerne mehr als einmal anhört weil es einfach etwas alt Bekanntes und gleichzeitig irgendwie Neues bietet und einfach nur sauberen Post-Punkrock liefert.

24.03.2012 – Berlin @ Kastanienkeller
28.03.2012 – München @ Kafe Marat
29.03.2012 – Mainz @ Mainusch
30.03.2012 – Orlova, CZ @ Futra
31.03.2012 – Zlin, CZ
02.04.2012 – Timisoara, RO
03.04.2012 – Bukarest, RO
04.04.2012 – Sofia, RO
05.04.2012 – Bacau, RO
06.04.2012 – Cluj-Napoca, RO
07.04.2012 – Budapest, HU
08.04.2012 – Brno, CZ
06.07.2012 – RD-Rock, Hanerau-Hademarschen
07.07.2012 – RD-Rock, Hanerau-Hademarschen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a