Kritik | Hin und Weg von „Berlin Boom Orchestra“

Küstler:
Berlin Boom Orchestra
Redaktions-Wertung:
Titel:
Hin und Weg
Release:
23. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Willkommen am Berliner Baggersee!

Ist das Seeed oder was? Das fragt man sich bei den Liedern des Berlin Boom Orchestra. Eine äußerst musikalische Inspiration aus der Hauptstadt, die uns mit einer Mischung aus Raggae, Ska und Balkanbeats versorgt.

Ska ist das was ein Zappeln in den Beinen erzeugt und Raggae ist das bei dem man keineswegs still sitzen kann. Balkan Brass ist eine Form der Blasmusik, die aus Serbien stammt und ihre Wurzeln auch im jüdischen Klezmer findet. Das beweist der Einfluss von Geigen in der Musik, die sonst meist nur durch Blechblas- und Perkussionsinstrumente erzeugt wird. Gute hausgemachte Weltmusik findet man also im neuen Album „Hin und weg“ vom „Berlin Boom Orchestra“. Im Kreuzberger Club Kato begann im Frühjahr 2006 die Geschichte der neun Hauptstadteinwohner. Beim European Reggae Contest 2009 konnten sie sogar den ersten Platz belegen und auch im letzten Jahr ergatterte die Band beim Deutschen Rock&Pop Preis 2010 als beste Raggaeband den ersten Platz. Als eine der beliebtesten Skabands in Deutschland geben die Musiker mit einem Repertoire aus mittlerweile vier Alben deutschlandweit Konzerte.

Trompete, Saxophon und Posaune sorgen für die Melodien und Perkussion-Instrumente, die lustig klingen und deren Namen niemand kennt, erzeugen den rhythmischen Beat und machen die Musik zu etwas Besonderem. Hin und wieder findet man ein ordentliches E-Gitarrensolo aus der Rockmusik, anschließend wird der Beat wieder verlangsamt und der Raggae taucht in die Gelassenheit ein. Abtriften und in der Straßenbahn die Klänge wirken lassen! Und das Kopf-nicken bitte nicht vergessen! Man schwingt so vor sich hin, bis ein jazziges Pianosolo erklingt. Langweilig wird es nicht.

Die Texte handeln von gesellschaftlichen Themen und alltäglichen Sorgen wie zum Beispiel dass „am Ende vom Geld noch soviel Monat übrig“ ist. Auch das Ausgehen und Feiern in der Großstadt darf nicht fehlen und die Portion Kritik am eigenen Land findet man in einigen Textpassagen wieder („Haben wir ne Packung Vorurteile im Gepäck“).

Der Sound des Großstadtsommers! Reinziehen und „wenn es losgeht“ genießen!

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