Kritik | „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (OST)

Küstler:
Howard Shore
Redaktions-Wertung:
Titel:
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (OST)
Release:
10. Dezember 2012
LeserInnen-Wertung:

Lange, lange musste die „Der Herr der Ringe“-Fangemeinde warten, doch übermorgen ist es nun endlich so weit: Mit „Der Hobbit – Eine unterwartete Reise“ kommt am 13. Dezember das seligst herbei gewünschte Prequel um die Abenteuer des Hobbits Bilbo Beutlin in die deutschen Kinos. Doch noch mehr als auf den eigentlichen, bildgewaltigen Film freuen sich viele Fans auch auf den dazugehörigen Soundtrack.

Der wurde erneut von Howard Shorte komponiert. Und dass der Kanadier sein Fach versteht, hat er bereits bei „Der Herr der Ringe“ unter Beweis gestellt. Hier war er ebenfalls für die Filmmusik zuständig und wurde mit drei Oscars und drei Grammys ausgezeichnet. Und seine Erfolgsgeschichte scheint der gute Mann fortsetzen zu wollen, denn auch die Musik zu „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ ist wieder äußerst gut gelungen.

Vielleicht liegt das auch daran, dass Shore selbst ein riesiger Tolkien-Fan ist. Mit 20 hat er alle Bücher des Schriftstellers gelesen und ist liebend gern in die Fantasiewelt eingetaucht. Genau aus dieser hat er sich auch die Inspiration für den Soundtrack geholt. „Wenn ich an einem Film arbeite, ziehe ich es vor, nicht hinter die Kulissen zu schauen, um zu wissen wie der Film produziert wird, weil dies meine Illusion zerstören würde. Stattdessen ziehe ich es vor, im Einklang mit den Ideen zu komponieren, die in der Geschichte stecken. Die Komposition zu dirigieren und eine entsprechende Orchestrierung vorzunehmen, verbindet mich viel intensiver mit den wunderlichen Welten; es regt meine Vorstellungskraft an und erlaubt mir, im Strom der Geschichte des Films mit zu schwimmen“, so der Kanadier.

Dabei hat er von Beginn an eng mit Regisseur Peter Jackson zusammengearbeitet. Szene für Szene haben die beiden musikalisch besprochen, damit Bild und Ton wirklich eine Symbiose eingehen. „Für mich ist die Wahl der musikalischen Palette einem Casting sehr ähnlich – es ist wichtig, das der Klang der Musik zum Kern der Geschichte passt“, so Shore weiter. Und das ist ihm absolut gelungen.

Schön für Fans der „Der Herr der Ringe“-Trilogie ist, dass es etliche akustische Querverweise gibt. Der Sound ist episch, mystisch, aber auch fröhlich. Er zieht den Zuhörer direkt wieder nach Mittelerde, ins Auenland, in die Magie der Geschichten von J.R.R. Tolkien. Aufgenommen wurde die Filmmusik übrigens vom London Philharmonic Orchestra. In den berühmten Abbey Road Studios in London.

Fazit: Wer den Soundtrack zu „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ liebt, wird auch den Film mögen. Und andersrum. Vielleicht ist die Musik sogar besser als der erste Part der Trilogie. In jedem Fall entspinnt sie ihren ganz eigenen Sog und dürfte nicht nur für Shore-Fans ein schönes Weihnachgeschenk sein.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a