Kritik | Bye Bye Babylon [EP] von Mellow Mark

Küstler:
Mellow Mark
Redaktions-Wertung:
Titel:
Bye Bye Babylon [EP]
Release:
09. Dezember 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Verdammt, ist der smooooth! Das kommt einem in den Kopf, wenn man die EP „Bye Bye Babylon“ von Mellow Mark hört. Denn auch wenn der erste Titel „Mellow Mark ist tot“ heißt, so ist der gereifte Aktivist und Echo-Gewinner von 2003 alles andere als ferner liefen.Im Gegenteil. Er macht einen Schritt raus dem Dreadlock-Klischee – und er tut dies mit einer Rückkehr zu seinen musikalischen Wurzeln, dem Roots-Reggae.

Mit fünf neuen Titeln macht er auf seiner aktuellen EP deutlich, dass dieser Schritt kein Fehltritt war, sondern er nach wie vor in einer eigenen Liga spielt. Die Texte sind pointiert, die Melodien griffig und alles wirkt wie aus einem Guss. Zur Unterstützung hat sich der 37-Jährige u.a. House of Riddim, Massivesound oder Andreas Wendland zur Seite geholt. Kraans de Lutin half bei dem Nyabinghi-Riddim „Bleib bei mir“, Mellows zweitem Duett mit Mamadee. Ebenfalls mit dabei: Rhani Krija, ansonsten bei Sting an der Percussion.

Will man Mellow Mark kurz charakterisieren, kann man ihn wohl nur als Suchenden beschreiben. Und zwar schon seit seiner Geburt. Denn bereits in seiner Kindheit hat er zur Musik gefunden und mit dieser eine innige Freundschaft geschlossen. Er machte Straßenmusik, experimentierte mit Gitarre und Rap herum. Er suchte nach einer Band, Produzenten, orientierte sich dann wieder neu. Er schrieb Songs, reiste herum, hing in Studios ab, nahm Features mit Gentleman, Patrice, Udo Lindenberg, Jahcoustix oder Culcha Candela auf und gewann 2003 schließlich den Echo als bester deutscher Nachwuchskünstler, 2006 folgte der German Reggae Award. Sein Song „Weltweit“ wurde zum Hit der Antikriegsbewegung.

Doch 2011 führt ihn seine Suche back to the roots – zum Reggae. Es entsteht die EP „Bye Bye Babylon“.  Und mit der macht Mellow Mark einen Schritt raus aus dem Dreadlock-Klischee. Und zeigt sich – wieder einmal – auf ultimative Weise als Suchender. Seit dem 9. Dezember ist die EP zu haben!

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