Kritik | Barcelona (Special Edition) von „Freddie Mercury & Montserrat Caballé“

Küstler:
Freddie Mercury & Montserrat Caballé
Redaktions-Wertung:
Titel:
Barcelona
Release:
31. August 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Rock und Oper. Eine konträre Verbindung, der bereits viele verfallen sind. Fast, als wären beide Genres – die verschiedener nicht sein könnte – zwei Magnete, die sich magisch anziehen. Einer diese Pole war auch Freddie Mercury. Verzaubert von der Stimme von Sopransängerin Montserrat Caballé hatte er einen Traum und erfüllte ihn sich 1987/88 mit der Arbeit an seinem wohl persönlichsten Album: „Barcelona“. Jetzt, 25 Jahre später, wurde genau dieses Album in einer komplett neuen Orchesterversion aufgelegt und Ende August veröffentlicht.

Für den Titel „Barcelona“ entschied sich Freddie, weil er damit beauftragt wurde, Songs für die Olympischen Spiele 1992 zu komponieren. Diese fanden in der spanischen Metropole statt, die zugleich auch die Heimatstadt von Sängerin Montserrat Caballé ist. Gemeinsam mit ihr sollte der Queen-Frontmann das Event eröffnen, verstarb aber tragischerweise acht Monate davor. Nichts desto trotz wurde seine Kollaboration für die Ewigkeit festgehalten und verkaufte sich mehrere Millionen Male. Kein Wunder. Denn die Vermischung dieser zwei außergewöhnlichen Stimmen und der unterschiedlichen Stile funktionierte viel besser, als viele gedacht hatten.

Zeit, diesem wunderbaren Album mit einer Special Edition Tribut zu zollen. Und zwar mit dem orchestralen Gewand, das Freddie Mercury sich schon vor 25 Jahren gewünscht hatte. Die Arrangements, die er fast komplett mit Keyboards eingespielt hat, wurden mit einem Symphonieorchestersatz des FILMharmonic Orchestra ersetzt. Um den Wünschen von Freddie Mercury und Maria de Montserrat Viviana Concepción Caballé i Folc (so ihr vollständiger Name) bestmöglich nachzukommen, wurden viel Zeit, Bleistifte und Radiergummis investiert, ebenso eine besondere Liebe zum Detail. Produzent Morley sagte dazu: „Es war mir persönlich sehr wichtig, dass die neue Orchestrierung im klassischen Stil aufgebaut wird und gleichzeitig dem Sound des Originalalbums treu bleibt.“ Und das ist ihm absolut gelungen. „Barcelona“ verspricht ein mal mehr Gänsehaut pur. Die Kraft des Orchesters und die Intensität der zwei Stimmen bilden eine Einheit, bei der wohl auch Freddie die Emotionen übermannt hätten.

Dafür wurden sogar noch Liveinstrumente hinzugefügt. Unter anderem gespielt con Star-Violinist David Garrett („How Can I Go On“). Zudem findet sich auf der Tracklist mit der Originalaufnahme von „Exercises in Free Love“ (welche den Stein zu „Barcelona“ ins Rollen gebracht hat) als Bonus. Es gibt also mehr als genug Gründe, warum man sich 25 Jahre nach Erscheinen dieses Albums noch mal neu in es verlieben sollte. Das Album erscheint als CD & Deluxe CD und als Download mit Bonus Audio und DVD-Extras.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a