Kritik | Tamba-EP von „Y’akoto“

Küstler:
Y'akoto
Redaktions-Wertung:
Titel:
Tamba EP
Release:
26. August 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Das Leben von Y’akoto besteht aus Rastlosigkeit. Aus dem Gefühl, niemals anzukommen und dem Glauben, sich verlieren zu müssen, um sich irgendwann zu finden. Sie ist geborene Kosmopolitin, Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers, aufgewachsen zwischen Hamburg, Kamerun, Togo und Ghana. Praktisch eine Nomadin, die zwischen den Welten lebt und aus der so viel Erfahrung spricht, dass man ihr das zarte Alter von 23 gar nicht abnehmen will. Musik war schon immer ihr Leben und ihre Stimme erzählt dabei auf ihrem Debüt-Album „Babyblues“ eine ganz eigene Geschichte.

Es ist eine Sammlung von Songs, die Y’akoto selbst geschrieben und komponiert hat. Songs, wie tief gehen und irgendwo zwischen Folk, Soul-Seeking, Reggae und Afro Zuhause sind. Sie lassen sich nicht festnageln, ebenso wenig wie Y’akoto selbst. Die gebürtige Hamburgerin hat in den letzten zwei Jahren u.a. mit dem Produzenten-Team Kahedi zusammengearbeitet, um ihr Debüt rund zu machen.  Und es scheint gelungen. „Babyblues“ erinnert an Erykah Badu oder Nina Simone und tritt somit in große Fußstapfen.

Musik hat schon immer ihr Leben bestimmt. Bereits in jungen Jahren nahm sie Klavierunterricht, mit 13 war sie bereits Teil einer Band und zog durch diverse Jugendsclubs. Ihren musikalischen Wendepunkt erreichte sie allerdings erst mit 20. Y’akoto hatte ihre Ausbildung zur staatlich geprüften Tanz-Pädagogin erfolgreich abgeschlossen und sah sich fortan als eigenständige Künstlerin. „Heute geht es mir vor allem darum, mit meinen Songs Geschichten zu erzählen. Deswegen ist der Sound sehr reduziert. Nichts ist zu viel. Ich habe bei dieser Platte sehr darauf geachtet, dass es stets pur bleibt.“ Das hat ohne Frage funktioniert, denn mit „Babyblues“ lockt Y’akoto ihre Zuhörer in die Tiefe ihrer Seele, legt Zeugnis ab, erzählt von schrecklichen Schicksalen und bewegt zum Nachdenken. Sie hat eine ganz besondere Sensibilität für emotionale Momente und von denen gibt es auf ihrem Debüt so einige. Getreu dem Motto: „Manchmal muss es weh tun, um etwas bewirken zu können.“ Traurig, aber wahr!

Perfekt zur Einstimmung ist deshalb die EP „Tamba“, auf der neben der ersten gleichnamige Single auch drei weitere Songs aus dem kommenden Album „Babyblues“  zu finden sind.

Das Video zur Single „Tamba“ sehr ihr hier:

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