Kritik | Wunderland von „Ralf Hildenbeutel“

Küstler:
Ralf Hildenbeutel
Redaktions-Wertung:
Titel:
Wunderland
Release:
19. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Um die CD „Wunderland“ von Ralf Hildenbeutel genießen zu können, benötigt man Ruhe und Zeit. Erst dann kann man die Musik auf sich wirken lassen. Fern ab von Hektik und Stress entfalten sich die Klänge und der Kopf beginnt sich zu drehen. Ein unscheinbarer Film läuft vor den eigenen Augen ab. Getragen wird das ganze von zarten Streichern und klaren Klaviertönen, zarten Meeresrauschen und feinen Glockenspielen.

Es hat zwei Jahre gedauert bis Ralf Hildenbeutel sein zweites Album „Wunderland“ veröffentlicht hat. Ab heute steht es in den Plattenläden. Dabei muss man wahrhaft zugeben, dass Ralf Hildenbeutel mit dieser neuen Platte die Grenzen der klassischen Musik gesprengt hat und es ein absoluter Kaufkandidat ist.

Die insgesamt vierzehn Titel sind aufeinander abgestimmt und gehen ineinander über. Schon das Erstlingswerk „Lucys Dream“ ließ ahnen, dass sich bei Ralf Hildenbeutel etwas ändert. So war er weniger im elektronischen Musikbereich unterwegs und berief sich auf seine klassischen Wurzeln. Die führt er mit „Wunderland“ weiter. Wie sehr er bereits in der klassischen Musik zu Hause ist, zeigt sich auch an seiner Filmmusik. So können sich seine Stücke mit denen von Carter Burwell oder Hans Zimmer messen.

Um die einzelnen Songs zu interpretieren bedarf es eigentlich weniger Worte, da sie allesamt sehr hochwertig produziert sind und von einem guten musikalischen Verständnis zeugen. Kaum ein Track fällt aus dem Rahmen oder ist schlecht. Sehr auffallend sind jedoch die Stücke „Nachtzeit“ und „The Feast“. Hier erscheint es fast so, als würden die Finger wie von Geisterhand über das Klavier gleiten. Der Grundtenor zieht sich wie eich roter Faden durch den Longplayer.

„Wunderland“ ist ein eindrucksvolles und erfrischendes Werk, welches sicherlich viele Anhänger finden dürfte. Bitte mehr davon.

Anspieltipps:

  • From elsewhere
  • Nachtzeit
  • We Remember
  • The Feast
  • Wunderland

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