Kritik | Canterò von „Amaury Vassili“

Küstler:
Amaury Vassili
Redaktions-Wertung:
Titel:
Canterò
Release:
13. Mai 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Amaury Vassili. Was für ein Name! Sieht man sich den jungen Mann auf dem Cover an, kann man sich allerdings gar nicht so recht entschließen, was man von ihm erwarten soll. Das ist auch unnötig, denn Vassili dürfte so ziemlich jeden sprachlos machen und überraschen. Er ist kein Popsternchen oder Justin Bieber-Verschnitt, sondern der jüngste professionelle Tenor und hat eine Stimme, die den Begriff „Gänsehaut“ schon fast verniedlicht. Niemals würde man denken, dass Vassili gerade einmal 21 Jahre jung und eigentlich noch grün hinter den Ohren ist!

Der Sänger stammt aus Frankreich und ist dort schon längst kein Unbekannter mehr. Bereits in jungen Jahren besuchte er eine Musikschule und nahm Gesangsunterricht. Sein wirklicher Durchbruch kam aber erst 2009 mit dem Album „Vincero“, das es in den französischen Charts bis auf Platz 9 schaffte und mehr als 250.000 Mal (Doppel-Platin) über die Ladentheke ging. Und nicht nur in seiner Heimat wurde der junge Amaury Vassili gefeiert, auch im Ausland hinterließ er mächtig Eindruck. Sein zweites Album „Canterò“ stand deshalb unter einem guten Stern und brach ebenfalls die magische Grenze von 250.000 verkauften Tonträgern. In Frankreich ist es bereits im November 2010 erschienen, in Deutschland erst am 13. Mai dieses Jahres.

Es enthält 16 Titel und damit recht viele. Darunter sind Coverversionen wie „Miserere“ von Zucchero, „Dietro l’Amore“ von Johnny Halliday oder „Caruso“. Mit „Les Moulins de Mon Coeur“ präsentiert Vassili zudem seinen ersten französischsprachigen Song. Kurz um: „Canterò“ ist eine wundervolle Zusammenstellung großer und kleiner Songs, die dafür sorgen dürfte, dass Vassili den Erfolg seines ersten Albums noch toppen kann. Bereits jetzt sieht es danach aus.

Und noch etwas möchte Amaury Vassili in diesem Jahr richtig machen: Er tritt nämlich, nach einer Teilnahme im Jahr 2001 (damals gemeinsam mit Natasha Saint-Pier), erneut beim Eurovision Song Contest an. Sein korsischer Titel „Sognu“ wird von Experten ganz heiß gehandelt, bei den Buchmachern steht Vassili aktuell sogar an dritter Stelle. Lena bekommt also stimmgewaltige Konkurrenz, wobei Vassili nicht der einzige Teilnehmer ist, der ein ausgeprägtes Organ mit nach Düsseldorf bringt.

Aber es ist eigentlich ganz egal, ob Amaury Vassili gewinnt oder nicht – seiner Karriere dürfte der Auftritt nur förderlich sein, denn der Ruf des Eurovision Song Contests hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Die Damenwelt liegt dem charmanten Franzosen ohnehin längst zu Füßen und himmelt den talentierten Monsieur an. Deswegen muss man nachträglich ergänzen: Amaury Vassili – was für ein Name, was für eine Stimme!

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2 Kommentare

  1. Für mich ist Amaury Vassili die musikalische Entdeckung des Jahres! Bonne chance!

  2. Was für eine Entdeckung!
    Noch nie vorher hat mir Tenor-Gesang gefallen, aber diese Stimme hat eine Sogwirkung, fast überirdisch!
    Ich könnte ihn 24h am Stück hören!

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