Kritik | ¡México! von „Rolando Villazón“

Küstler:
Rolando Villazón
Redaktions-Wertung:
Titel:
¡México!
Release:
3. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Der mexikanische Opernsänger Rolando Villazon veröffentlicht 2010 mit dem Album “Mexico“ zum ersten Mal eine Sammlung verschiedener Titel aus seiner Heimat. Der Zeitpunkt könnte historisch nicht besser gewählt sein, denn im Jahr 2010 feiert Mexiko den 100. Jahrestag der mexikanischen Revolution und gleichzeitig seine 200jährige Unabhängigkeit. Aufgenommen hat Rolando Villazon das Album “Mexico“ gemeinsam mit den Bolivar Soloists. Sämtliche Titel interpretiert Rolando Villazon in der ihm eigenen opernhaften Art.

Entsprechend dem Thema Tradition und Geschichte startet das Album auch gleich mit der weltbekannten Nummer “Bésame Mucho“, einem ursprünglich als Liebeslied geschriebenen Titel. Durch diese Interpretation mit vielen Rhythmus- und Trommelinstrumenten erhält der Titel einen Hauch von Karibik. Stilistisch ähnlich sind der später folgende Titel “Veracruz“ und in einem deutlich langsameren Tempo der Song “El Reloj“.

Der zweite Titel “Despedida“ ist dagegen ganz ruhig und wird völlig von der Stimme von Rolando Villazon dominiert. Diese Dominanz setzt sich bei Titeln wie “Dime Que“, “Intima“ oder “Te Quiero, Dijiste“ fort, wobei hier im Hintergrund viele Instrumente der Klassik zu hören sind. Bei “Cucurrucucú, Paloma“ könnte sich der Opernkenner ein wenig wie in Mozarts Zauberflöte vorkommen. Dieser Titel gilt ebenso wie die Songs “Cielito Lindo“ und “México Lindo Y Querido“ im abschließenden Medley als ein Klassiker der mexikanischen Mariachi-Musik.

“Comprendo“ mit seiner Klavierbegleitung würde dagegen sehr gut in eine Jazz-Bar passen. Weitere weltbekannte Stücke auf der CD sind “Noche De Ronda“ und “Solamente Una Vez“. Komplettiert werden die insgesamt 15 Titel von den eher langsamen Liedern “Un Viejo Amor“, “Besos Robados“ und “Estrellita“.
Insgesamt sind die Stücke gut zusammengestellt und Rolando Villazon verpasst ihnen durch seinen Stil eine ganz eigene Note.

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