The Journey Thus Far von “Morgan Heritage”

Küstler:
Morgan Heritage
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Journey Thus Far
Release:
06. November 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

morgan heritage cd-bewertungen-deNach nur einem Jahr reiht sich ein weiteres Album der fünf-köpfigen Reggae-Band in die gut bestückte Diskographie ein.
Die Geschwister präsentieren 20 Songs, die einen Hauch von karibischem Flair in jedes Zimmer bzw. in die Köpfe der Zuhörer bringen. Zusätzlich beinhaltet das Album eine DVD, die zunächst die Band bei ihrem Aufenthalt in Senegal und Gambia zeigt, desweiteren folgen 9 Musik-Videos, wovon 4 Songs auf der CD wiederzufinden sind.
“Protect Us Jah” ist ein guter Einstieg, um die ganzen Vibes auf sich wirken zu lassen. Die fünf Geschwister singen abwechselnd jeweils ihre Parts, wobei man ruhig und gechillt den Lyrics gut folgen kann.
Hört man “Don´t Haffi Dread” scheint man wohl endgültig auf der Insel gelandet zu sein. Man spürt förmlich die Sonnenstrahlen, und kann einfach nur abschalten. Hier scheint allerdings nur einer der Geschwister den stimmlichen Part übernommen zu haben. Im Refrain sind sie allerdings wieder vereint rauszuhören.
“Reggae Bring Back Love” ist in ähnlichem Stil, wobei der Beat etwas schwungvoller ist.
Track 6 ist eine Liverversion und eines der besten Songs dieser Platte. Gefühlvoll wird über die Freiheit gesungen und es macht einfach nur Spaß den Lyrics zu folgen.
Die ersten 4 Sekunden von “Down By The River” mögen zunächst verwirrend sein, so dass man gleich weiterschalten möchte (schnelles “klopfen”), doch ab Sekunde 5 setzen sowohl Stimmen als auch Instrumente ein und man kann entpsannt diesen Song folgen. Aufgrund seiner langen Spielzeit von über 4 Minuten, kann es aber schnell passieren, dass man aufgrund des langsamen gleichbleibenden Beat und dem immer und immer wiederkehrendem Refrain schnell gelangweilgt wird.
“She´s Still Loving Me” ist ein sehr schöner stimmiger Liebessong, der wieder einen dazu verleiht, die Gedanken einfach abheben zu lassen.
Der wohl schwungvollste Track dieser Scheibe ist Track 12. Anders als die weiteren Songs des Albums gehts hier mal richtig zu Sache und es wird fast schon rockig. Nach 11 eher ruhigen und gechillten Liedern ist das für den ein oder anderen wieder ein Wachmacher.
Wagen wir uns an Track 13 heran: Schon nach Sekunde 2 weiß jeder Riddim-Experte, dass dieser Riddim auch schon von Künstlern wie Sean Paul verwendet worden ist (“Never Gonna Be The Same”). Hier, bei “Tell Me How”, kommt zwar auch eine sentimentale Stimmung auf, dennoch hat dieser Song seine ganz eigene Note. Dies liegt nicht nur an diesem fantastischem Riddim, sondern auch an der stimmlichen Kraft, die das Qintett unter Beweis stellt. Dies ist wohl der Beste der zwanzig Songs.
Den Abschluss macht “Guards Up”. Ein eher stimmlich aggresiver Song, der aber gut das komplette Album abrundet.

Alles in allem kann man sagen, dass dieses Album der Geschwister-Band gut gelungen ist. Doch bei zwanzig Songs, die teilweise sehr ähnlich klingen, kann der ein oder andere schnell enttäuscht bzw. gelangweilt werden. Zum Chillen und gedanklichen Abheben jedoch  ist das Album perfekt. 8 Sterne.

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