Symphonicities von “Sting”

Küstler:
Sting
Redaktions-Wertung:
Titel:
Symphonicities
Release:
09. Juli
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Jeder Musik-Fan sollte Sting kennen, schließlich macht der Engländer schon seit den späten 1970er Jahren Musik. Zu diesem Zeitpunkt zwar noch mit der Band „The Police“, doch seine nicht minder erfolgreiche Solokarriere begann Sting 1985, wo er sein erstes Soloalbum „The Dream of the blue turtles“ veröffentlichte. Das Album erreichte innerhalb von einem Jahr den dreifachen Platin-Status.

Wie zeitlos die Kompositionen von Sting sind zeigt sich auf seinem neuen Album „Symphonicities“. Das besondere an diesem Longplayer, es ist ein musikalischer Rückblick seiner Laufbahn in Zusammenarbeit mit einem Symphonie-Orchester untermalt. Sicherlich gab es schon unzählige Künstler, die ihr musikalisches Können mit einem Orchester unterstrichen haben. Doch „Symphonicities“ von Sting ist einzigartig und zeigt, dass Gordon Summer, so sein wirklicher Name, ein genialer Musiker ist.

Bei „Symphonicities“ handelt es sich nicht um eine einfache Zusammenarbeit, sondern es beweist, dass Pop-Musik in hoher Qualität mit klassischer Musik vereinbar ist. Sie sogar ergänzen kann. Die Platte spielt keine aufgewärmten Hits ab, sondern bietet einen individuellen Charakter mit einzigartigen Arrangements. Ein Klang und Hörerlebnis für Jedermann.

Obwohl Sting seine eigenen Songs in ein neues Gewand gepackt hat, kommt er an einen Michael Bublé nicht heran. Dabei muss man zugeben, dass Michael Bublé die meisten Lieder nicht selbst komponiert hat. Bei Sting fehlt ein wenig der Esprit und das „Fever“, was man von solchen Cd’s erwarten könnte.

Sting ist kein Entertainer, sondern ein ernsthafter Künstler, der sich auch politisch engagiert. Schon 1985 trat er beim Live-Aid-Konzert auf. Ebenso beim Live-8-Konzert in London im Jahre 2005. Immer wieder kümmert sich Sting um verschiedene Projekte, die sozial Schwache unterstützen. Für Furore sorgte Sting, als er am Abend des 11. September 2001 seinen Auftritt den Opfern des Terroranschlages widmete.

Sicherlich könnte man jetzt über die einzelnen Lieder auf dem Album „Symphonicities“ berichten, doch eine kleine Überraschung sei dem Zuhörer gewährt. Die insgesamt zwölf Titel auf dem Longplayer sind eigentlich so gut interpretiert, dass sich hier jede Aussage erübrigt. Über die Kompositionen macht sich nur Sprachlosigkeit breit. Für mich gibt es nur zwei Minuspunkte: „She’s too good form e“ und das fehlende „Fever“. Besonders stark: „Roxanne“ und „You will be my ain true love“ . Ein wundervolles Album, welches nicht nur den Sting-Fans gefallen wird. Ich muss mal wieder eine Warnung aussprechen: in depressiven Phasen besteht „Taschentuchgefahr“. Ansonsten rate ich dazu, sich von der Musik inspirieren zu lassen und einfach dahin zu träumen. Bis zum Mond und wieder zurück. Wer diese Platte nicht hat, hat etwas verpasst. Selbst dem Nachbar wird es gefallen, somit ist das Aufdrehen der Boxen nicht nur erlaubt, sondern Pflicht.

Nach „This is war“ ein weiteres Album, welches in die Besten-Liste gehört.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a