Our World von „T.O.K.“

Küstler:
T.O.K.
Redaktions-Wertung:
Titel:
Our World
Release:
28. August 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

tok-our-world-cd-bewertungen-deNach vier Jahren seit dem letzten Album sind T.O.K. nun wieder zurück und haben ihren dritten Longplayer „Our World“ mit im Gepäck. Das Quartett aus Kingston, Jamaica zeigt sich auch hier gut gelaunt wie eh und je und beschert uns wie gewohnt einen Mix aus Dancefloor Fillern und gefühlvolleren Stücken, die in erster Linie an die Ladies gerichtet sind. Craigy T., Alex, Flexx und Bay-C, so die Namen des Quartetts, bieten ihren Fans ein mit lediglich neun Songs bestücktes Werk. Nicht gerade viel, da kann man schon verlangen, dass dann auch die Qualität stimmt. Ob dem so ist, erörtern die folgenden Zeilen…

Nach einem mehr oder weniger belanglosen Intro fängt das Album mit „The World Is Mine“ so richtig an. Düster, langsam, mit mächtigem Bass und ein paar freshen elektrischen Effekten ausgestattet, ist dies ein guter Beginn, der einen gemächlich an das Ganze heranführt. Was sofort auffällt ist, dass nach wie vor besonders Alex mit seiner hellen Stimme und Bay-C mit seinem dunklen Organ den bleibendsten Eindruck hinterlassen und die Musik von T.O.K. vom Rest abhebt. Wie uns die Jungs schon in der Vergangenheit gezeigt haben, sind sie gerade bei emotionalen Songs besonders stark. „Guardian Angel“ wär so ein Stück, das schnell für Begeisterung mit seinem entspannten Reggae Vibe und der gefühlvollen Gitarrenbegleitung sorgt. Alex und Flexx passen dank ihrer Stimmen etwas besser, aber auch die restliche Truppe fügt sich bei diesem Smash wunderbar mit ein.

Party Stimmung darf auf einem T.O.K. Album natürlich auf keinen Fall fehlen. Und so wird mit „Couple Up“, das dank karibischer Rhythmen und Sounds schnell für Urlaubsstimmung sorgt, ein erstes Feuerwerk gezündet, das gleich dazu auffordert, die Hüften zu schwingen. Hart und ernst geht es hingegen geht es bei „Gangster Never Die“ zur Sache. Hier sorgen hämmernde Beats und eine leicht dramatisch wirkende Violinenmelodie für die Atmosphäre, die besonders gut von Bay-C umgesetzt wird, den sein Gesangsstil passt hier wie die berühmte Faust aufs Auge. Worum es in „I Wanna Love You“ geht, kann sich sicher jeder gleich denken, wenn er den Titel liest. Auch bei diesem Song kommt schnell Sommerstimmung auf, ist vom Sound her wohl genau das, was sich der Mitteleuropäer unter jamaikanischer Strandmusik vorstellt.

„Me & My Dawgs“ erinnert an das Debüt aus dem Jahr 2001. Allerdings nur vom Namen her, denn musikalisch zeigen sich die vier Jungs hier doch ziemlich weiterentwickelt, denn solch einen fetten Synthesizer-Effekt haben sie bisher noch nie geboten, erinnert ein wenig an Crunk, doch die Riddims sorgen schon dafür, dass sich die Sache noch im Dancehall Bereich bewegt. Gegen Ende des doch sehr kurzen „Our World“ findet man mit „Die For You“ und „Afternoon Pornstar“ zwei weitere echte Perlen. Besonders das chillige aber auch sinnliche „Die For You“ geht einem in Kombination mit Alex‘ schöner Stimme echt unter die Haut, sodass man gerne mal Repeat drückt. „Afternoon Pornstar“ setzt dagegen eher auf Fun und beschäftigt sich mit den Vorlieben der Damenwelt im Schlafzimmer. Sehr fröhlich das Ganze, noch dazu wunderbar zum Tanzen geeignet – tolles Ende eines gelungenen Albums.

Wer T.O.K. schon länger mag, wird auch hier garantiert schnell Gefallen finden. Wenn man die Qualität der kompletten Albumlänge betrachtet liefern uns die Jungs aus Jamaica sogar ihre beste Scheibe überhaupt, denn es ist die erste, die absolut keine Ausfälle verzeichnen muss. Alle, die noch nach der passenden Scheibe suchen, die den Spätsommer noch einmal richtig aufheizt, sind hier genau richtig, Anhänger des Quartetts sowieso.

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