Mascaras von „Sergent Garcia“

Küstler:
Sergent Garcia
Redaktions-Wertung:
Titel:
Mascaras
Release:
18. August 2006
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

sergent-garcia-mascaras-cd-bewertungen-deWohl kaum eine zweite Formation erschafft solch großartige World Musik wie Sergent Garcia und seine Band, die Locos del Barrio. Dabei spielen die Herukunftsländer der siebenköpfigen Crew eine große Rolle, gerade auf dem aktuellen Werk „Mascaras“ hört man Spanien und Frankreich besonders heraus, doch natürlich werden einem auch hier wieder zusätzlich Salsa, Reggae, etwas Rap und Funk geboten, was vielleicht etwas überladen klingen mag, im Endeffekt jedoch ein wunderbares Erlebnis auf CD darstellt. Wie gewohnt singt El Sargento auf spanisch und französisch, man muss der Sprachen jedoch nicht unbedingt mächtig zu sein, um die Musik genießen zu können, denn Lebensgefühl und Flair übertragen sich auch so schon nach kurzer Zeit auf den Hörer.

Sofort mit dem Einstand „Dulce Con Chile“ wird man in den Bann der südländischen Klänge gezogen. Flotte Beats, Gitarren und die für Frankreich übliche Ziehharmonika sorgen für ein feuriges Bild, das durch Garcia’s Mix aus Rap und Gesang vollendet wird. Gesteigert wird dies sofort mit dem nächsten Song „Píntame“, ein Salsa-Knaller, der mit seinem hohen Tempo und den vielen Instrumenten, insbesondere der Bläser, zu gefallen weiß und Potential zum süchtig machen hat. Wer es etwas entspannter mag, ist bei „Toi Tu Es La Bas“ an der richtigen Adresse. Wie der Titel schon verrät, wird hier auf französisch performt. Dies geschieht zu unheimlich chilligen Reggae Riddims, bei denen ein ab und an einsetzender Beat dafür sorgt, dass man nicht zu sehr abschweift.

„Yo Me Voy Pa‘ La Cumbia“ bedient sich etwas der französischen Folklore, allerdings modern aufgepeppt, sodass ein recht schneller Track daraus entsteht, der die Sonne des Mittelmeers auch zu uns nach Hause bringt. Dies ist eine Eigenschaft, die auch so ziemlich jeder andere Song von „Mascaras“ besitzt. Egal ob etwas ruhiger, wie das sinnliche „Tantas Cosas“, das tiefgründige und sogar auf englisch eingesungene „Non-Words“ oder die mit etwas Reggae angereicherten entspannten Tracks – alles wirkt hier wie Urlaub. Besonders herauszuheben dürfte hier wohl „Guantamo City“ sein, welches den eben erwähnten Reggae für sich gepachtet hat, wunderbar melodisch und sommerlich rüberkommt und einfach zum Genießen ist. Der 12. und „Camion No Para“ gleichzeitig auch letzte Titel verzichtet auf die Stimme von Garcia, hier darf sich die Band austoben. Und dies ist wörtlich zu verstehen, denn als eine bestimmte Musikrichtung kann man das nicht bezeichnen, hier wird einfach alles wild gemixt, klingt auch ganz ordentlich, doch die vorangegangenen Stücke sind dann doch besser.

Wer Sergent Garcia mag, wird dieses Album lieben. Qualitativ kann es mit den beliebten „Un Poquito Quema’o“ und „Sin Fronteras“ mithalten und erfreut durch seine Frische und Emotion Geist und Seele. Auch diejenigen, die sich bisher noch nicht damit beschäftigt haben, sich aber für südländische Musik begeistern können, sollten unbedingt einmal reinhören, so viel wie hier bekommt man nicht überall geboten.

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