Kritik | The Soul Sessions Volume 2 von „Joss Stone“

Küstler:
Joss Stone
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Soul Sessions Volume 2
Release:
24. August 2012
LeserInnen-Wertung:

Es ist schon ein ungewöhnlicher Karriereweg, wenn eine Künstlerin ihre erste Bekanntheit durch ein Cover-Album erlangt. Bei Joss Stone war die extravagante Interpretation von alten Soul-Nummern aus den 1950er, 60er und 70er Jahren aber so grandios, dass ihr Entdecker Steve Greenberg diese Songs 2003 in ein Album packte und als Vorveröffentlichung zu ihrem eigentlichen Debütalbum “ Mind, Body & Soul“ auf den Markt brachte. Dieses Album “The Soul Sessions“ hatte schon länger einen würdigen Nachfolger verdient und bekommt ihn jetzt mit “ The Soul Sessions Volume 2“. Nach zahlreichen erfolgreichen Alben, mehreren preisgekrönten Duetten sowie einem Ausflug in das Musikprojekt Superheavy an der Seite von Superstars wie Mick Jagger oder Dave Stewart kehrt sie damit zu ihren Wurzeln zurück.

Nach einem ruhigen und sehr gefühlvollen Einstieg mit “I Got The Blues“ folgt eine energiegeladene Neu-Interpretationen des Soul-Klassikers “(For God´s Sake) Give More Power To The People“, der im Ursprung von The Chi Lites stammt. Wen es hier bereits noch nicht vor Begeisterung aus dem Stuhl gerissen hat, der wird spätestens bei “While You’re Out Looking For Sugar“ vor Ekstase mit den Fingern schnippen. Denn der alte Hit von The Honey Cone aus dem Jahr 1969 ist zeitlos und gewinnt durch die Interpretation von Joss Stone nochmal an Klasse dazu.

Weiter geht’s mit “Sideways Shuffle“ auf dem Soul-Train hinab in die Tiefen des Funk, bevor die wilde Fahrt mit “I Don’t Wanna Be With Nobody But You“ eine kurze, aber keinesfalls langweilige Verschnaufpause einlegt. Ein echter Klassiker ist dann die Interpretation von “Teardrops“, mit dessen Original bereits Womack & Womack große Erfolge gefeiert haben. Es folgt eine riesige Welle tiefgehender Gefühle in “Stoned Out Of My Mind“, die sich mit “The Love We Had (Stays On My Mind)” zu einer wahren Emotionsflut steigert. Mit ”The High Road” und den harten Gitarrenriffs wird es dann sogar ein bißchen rockig, bevor Joss Stone den Zuhörer mit “Pillow Talk” wieder gekonnt auf den Boden zurück holt. Zum Abschluss krönt sie das Album noch mit dem Sahnestück “Then You Can Tell Me Goodbye”.

“The Soul Sessions Volume 2“ ist ein würdiger Nachfolger ihres ersten Albums und eine klare Steigerung, bei der Joss Stone einmal mehr ihre hinzugewonnene Reife und ihre einzigartige Klasse unter Beweis stellt.

Im EPK gibt es Einblicke in die Entstehung des Albums!

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