Kritik | Six String Call von „Barbara Lahr“

Küstler:
Barbara Lahr
Redaktions-Wertung:
Titel:
Six String Call
Release:
30. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Christmas in Paris“ mit diesen Worten leitet Barbara Lahr nicht nur ihren ersten Song „Six String Call“, sondern auch ihr gleichnamiges neues Album ein. Aber keine Sorge, es handelt sich weder um eine verfrühte noch um eine verspätete Veröffentlichung eines Weihnachtsalbums. Ihre neue Scheibe ist nunmehr das vierte Soloalbum, welches die Multiinstru-mentalistin und Singer-Songwriterin der besonderen Art auf den Markt bringt.

„Um alles in der Welt wollte ich Musik machen. Das war vor dreissig Jahren und ich bin immer noch infiziert.“

Und das ist deutlich spürbar. Ohne Zweifel, sie ist ein Multitalent: In diversen Bands spielt und spielte Barbara Lahr, hat Preise überreicht bekommen, u.a. den „Deutschen Rockpreis (1989)“, und machte sogar Filme für den TV-Sender ARTE („Raven – Black magic Rock“).

Diese künstlerische Vielfalt spiegelt sich auch in ihrem jüngsten Studio Live-Album „Six String Call“ wider. Mit ihrem Trio (Bernhard Sperrfechter an der Gitarre und Erwin Ditzner an den Drums, Barbara Lahr stand für diese Auf-nahmen selbst wieder am Bass) schafft sie es eine musikalische Rundreise zu gestalten. Dabei lässt sie sich keinesfalls in eine Genre-Schublade stecken, sei es Jazz oder Pop. Dies ist kein Negativum, sondern sorgt umso mehr für eine geladene Spannung vom ersten bis zum letzten Ton.

„Ihre Stimme besitzt eine Emotionskraft, die selbst die schnuckeligsten Kuschelklänge mit schneidender Gefühlsschärfe zu durchdringen weiß.“

Ein Album, das abwechslungsreiche Atmosphären zaubert dabei allerdings einer Sache treu bleibt: Mit Hilfe weniger Instrumente und ohne elektronische Spielereien eine auf den Punkt perfekt komprimierte und ruhige Musik zu ge-stalten. Dabei öffnete sie sich dem musikalischen Universum: Sanfte Gitarren- oder Perkussive Klänge, Reggae, Rumba oder Tango Rhythmen und nicht zu-letzt Lahrs charakteristische und gefühlvolle Stimme formen ein musikalisches Potpourri. Kaum zu glauben, dass dieses Album Produkt nur einer Session und teilweise – lediglich durch die Besen des bandeigenen Drummers angedeuteten Rhythmen – improvisiert ist.

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