Kritik | Radio Music Society von „Esperanza Spalding“

Küstler:
Esperanza Spalding
Redaktions-Wertung:
Titel:
Radio Music Society
Release:
16. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Einen Grammy als bester „Newcomer des Jahres“ hat Esperanza Spalding 2010 für ihr Album „Chamber Music Society“ bekommen. Vollkommen überraschend für die junge Bassistin, Komponistin und Sängerin. Ebenso für die Fans von Justin Bieber, die fest damit gerechnet hatten, dass ihr Idol gewinnt und Esparanza in der Folge mit Morddrohungen überzogen. Die US-Amerikanerin hat sich davon zum Glück nicht beeindrucken lassen und nun am 16. März bereits ihr Nachfolger-Album „Radio Music Society“ vorgelegt. Als Koproduzent stand ihr bei zwei Stücken kein Geringerer als Q-Tip  zur Seite.

Wobei, so ein wirkliches Nachfolgealbum ist der neueste Longplayer von Esperanza gar nicht geworden. Eher ein Begleitalbum. Denn ursprünglich wollte die 27-Jährige beide Scheiben als Doppelalbum veröffentlichen. „Eine CD mit einer intimen, subtilen Sondierung von kammermusikalischen Werken und eine zweite CD, auf der Jazzmusiker sich mit Songformen und Melodien auseinandersetzen, die vom Format her eher ‘Popsongs’ sind“, so Esperanza.

Die junge Dame ist allerdings keine klassische Jazzerin. Deshalb hat sie sich für ihr neues Album auch nicht an Popsongs orientiert, sondern an eigenem Material.“Ich habe ein ganzes Buch voller Stücke, die ich geschrieben habe“, verrät sie. Dennoch greift sie natürlich auch typische Radiomusikthemen auf, unter anderem die Liebe. „Hold On Me“ erzählt von unerwiderter Liebe, während es in „Let Her“ um Leute geht, die in kaputten Beziehungen steckten und diesen dennoch, wenn sie endlich beendet wurden, nachtrauerten. “Cinnamon Tree” schrieb sie, um einen Freund aufzumuntern. In dem Stück geht es um den besonderen Wert platonischer Liebe.

Doch Liebe ist nicht alles. Esperanza schneidet auch andere Themen an. Mit „City Of Rose“ widmet sie beispielsweise ihrer Heimatstadt Portland einen Songs. Mit „I Can’t Help It“ (Stevie Wonder) und „Endangered Species“ (Wayne Shorters) präsentiert sie zwei Cover-Stücke.

Esperanza: „Ich hoffe, dass die Leute alle Elemente meiner Musik genießen können, ohne dass man ihnen verraten muss, aus welchen Genres sie sich ‘angeblich’ zusammensetzt. Jeder sollte dies Album unvorbelastet anhören. Es ist eine Reise. Jeder soll sich seine eigenen Gedanken machen und seine eigenen Empfindungen haben. Aber das Wichtigste ist: Jeder soll es genießen!“

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