Kritik | Play The Blues von „Wynton Marsalis und Eric Clapton“

Küstler:
Wynton Marsalis und Eric Clapton
Redaktions-Wertung:
Titel:
Play The Blues
Release:
09. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Wenn zwei der weltbesten Musiker miteinander kooperieren und ihre Leidenschaft für Blues und Jazz live im Rose Theater in New York ausleben, dann muss das natürlich auf einer CD bzw. DVD verewigt werden. Geschehen ist dies im Rahmen von „Wynton Marsalis And Eric Clapton Play The Blues Live From Jazz At Lincoln Center“. Einem Album, mit dem sich Fans handgemachter und authentischer Musik das Erbe Ur-Amerikanischer Musiktradition ins heimische Wohnzimmer holen und immer wieder anhören können.

Die jetzt schon legendären Konzerte, die Marsalis und Clapton gegeben haben, fanden am 7., 8. Und 9. April 2011 statt und wurden filmisch dokumentiert. Dabei saßen beide Künstler in Anzug und Krawatte auf der Bühne im Lincoln Center und haben in gelöster Stimmung Stücke wie „Ice Cream“ oder „Kidman Blues“ gespielt. Clapton hat alle zehn Songs, die auf dem Live-Album zu finden sind, ausgewählt, Marsalis hat sie arrangiert. Zur musikalischen Untermalung waren außerdem das Jazz at Lincoln Center Orchestra und Keyboarder Chris Stainton mit von der Partie. Und: der Blues-Musiker Taj Mahal, der die Show eröffnet und Marsalis und Clapton bei den Songs „Just A Closer Walk With Thee“ und „Corrine, Corrina“ unterstützt hat.

Bewaffnet mit Trompete und Gitarre und einer Vielzahl an Bläsern hatten Wynton Marsalis und Eric Clapton das Publikum schon nach wenigen Minuten für sich gewonnen. Jeder hatte sein Solo, aber auch gemeinsam haben die beiden Ausnahmemusiker mit ihren Konzerten Geschichte geschrieben und ihre tiefe Verbundenheit zum Blues bzw. Jazz verdeutlicht. Obwohl sie eigentlich recht verschieden sind, zeigen sich in ihrer Biographie etliche Gemeinsamkeiten.
Wynon Marsalis, seines Zeichens 9-facher Grammy-Gewinner, Trompeter, Komponist und künstlerischer Leiter im Lincoln Center, und Eric Clapton, der 17-fache Grammy-Gewinner, der als „Mr. Slowhand“ nicht nur zu den einflussreichsten Gitarristen aller Zeiten zählt, sondern auch seinen festen Platz in der Rock and Roll Hall of Fame hat, leben für die Musik. Marsalis: „Wir spielen Musik, die wir kennen und lieben.“ Demensprechend einzigartig und ausverkauft waren die Shows in der Frederick P. Rose Hall im April dieses Jahres.

Während die Amerikaner das Glück haben, in 550 ausgewählten Kinos eine ausführliche Dokumentation über die Konzerte auf der großen Leinwand sehen zu dürfen, bleibt uns immerhin das grandiose Live-Album, das seit dem 9. September zu haben ist und die Magie dieser Shows einmalig wiedergibt.

Einen tollen Live-Ausschnitt dazu gibt es hier:

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