Kritik | Gentlemental von „Anthony Thet“

Küstler:
Anthony Thet
Redaktions-Wertung:
Titel:
Gentlemental
Release:
10. Mai 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Anthony Thet dürfte einigen noch aus der ersten Staffel von „X-Factor“ im Gedächtnis sein. Die liegt inzwischen ganze 2,5 Jahre zurück und von Gewinnern Edita Abdieski hört man genauso wenig wie vom Gewinner der 2. Staffel, David Pfeffer.

Aber dafür meldet sich nun Anthony, der Viertplatzierte aus Runde 1, zurück. Für sein erstes Soloalbum hat er sich bewusst viel Zeit gelassen. Es ist alles andere als ein Schnellschuss. Deshalb klingt es auch unheimlich smooth und „gentlemental“. Wie eine geschmeidige Schnittmenge aus “Gentleman” und “sentimental”.

Der Gitarrist und Sänger scheint ganz bewusst den Boom der „X-Factor“-Zeit nicht genutzt zu haben. Er hat nicht zwanghaft versucht, sofort eine Single oder ein Album auf den Markt zu bringen. Und dabei liebt Anthony die Öffentlichkeit. Mit 14 stand er das erste Mal auf der Bühne. Drei Jahre später hat er angefangen, als Gitarrist sein erstes Geld zu verdienen. Eine zeitlang hat er auch in Kalifornien gewohnt, wo viele seiner asiatischen Verwandten leben und seine Musik einen amerikanischen Touch bekommen hat.

„Als würde BB King Soulmusik machen. Aber aus dem Jahr 2013“, so beschreibt Anthony seinen Stil. Er sieht sich als Verschmelzung von Billy Idol, Prince, Michael Jackson und Elvis. Das Singen hat der 32-Jährige aber nicht gelernt, sondern er hat einfach irgendwann damit angefangen. Wie viele andere Gitarristen (Eric Clapton z.B.) auch.

Für seine Arbeit an „Gentlemental“ hat er sich eine zehnköpfige Band gewünscht und obwohl sein Label davon anfangs gar nicht begeistert war, hat man das Experiment gewagt. Mit Erfolg. Ein paar große Klassiker aus dem Soul wurden komplett neu arrangiert und harmonisiert. „Lovely Day“, „My Girl“ oder „Blame It On The Boogie“ beispielweise. Anthony wollte aber auch als Songwriter glänzen und hat deshalb die andere Hälfte der Platte mit Eigenkompositionen aufgefüllt. Mit diesen wollte er vor allem das Gefühl wiedergeben, was er auf der Bühne immer erlebt. Die Athmosphäre eines Live-Clubs.

Wie Anthony selbst sein Album sieht? „Es groovt wie die Hölle, die Bläser sind großartig, die Backgroundsänger haben einen guten Job gemacht, und ich darf meine Rolle komplett ausfüllen als Sänger und Gitarrist“, fasst der sympathische Erfurter „Gentlemental zusammen. Es sollte ein Album werden, mit dem er selbst zufrieden und glücklich ist. Und genau das ist es geworden.

Video zur Single Gentlemental:

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