Kritik | Do Nothing Till You Hear From Me von „Chris Thompson“

Küstler:
Chris Thompson
Redaktions-Wertung:
Titel:
Do Nothing Till You Hear From Me
Release:
28. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Der Herbst ist angekommen und tritt uns mit einem stürmisch – feuchtem Grau entgegen. An solchen Tagen zieht man sich gern in die wärmenden heimischen Wände zurück und lässt es sich gut gehen. Doch wie kommt man in dieser Zeit an gute Laune? Ganz einfach: Chris Thompsons neues musikalisches Werk in CD-Player einlegen und den wohltuenden Tönen lauschen.

Bereits die ersten Takte seines neuen Albums mit dem Titel „Do nothing till you hear from me“ sorgen für ein wachsendes Wohlbefinden und lassen die Sonne im Inneren strahlen. Gut geswingt bringt Thompson viele musikalische Facetten und Stimmungen zum klingen. Seine vibrierende und in den höhen angeraute Stimme, erinnert zeitweise an den charakteristisch klingenden Tom Waits, ohne diesen jedoch imitieren zu wollen.

Thompson, eigentlich im Bereich der Pop- und Rockmusik beheimatet, nimmt eine Reihe alter Bekannter Jazzer der 30er und 40er Jahre mit auf sein neue Album: Duke Ellington oder Glenn Miller sind nur zwei der legendären Größen. Der 65 jährige Brite traute sich zu nächst nicht an seine jazzigen Vorbilder, gab es doch bereits eine Reihe teils gelungener, teils nicht gelungener Versuche den großen Vorbildern gerecht zu werden. Dieses Album ist jedoch Beweis für einen gelungenen Versuch. Ray Charles oder Hoagy Carmichael & Johnny Mercer kleiden Thompson recht gut. Und auch Thompson wirft ein neues Gewand um diese Künstler. So erklingt zum Beispiel der Harry Warren Klassiker Caravan aus dem Jahr 1933 – Bekanntheit erreichte dieser Titel im Film Moulin Rouge – in einer groß orchestrierten Fassung. Der nachfolgende Song „Take these chains from my heart“ lässt die musikalische Bandbreite noch besser erkennen. Dieses Lied von Hank Williams gehört zu den bekanntesten Country-Hits. Thompson versteht es, diesen Titel in einer harmonisierenden Mischung von Jazz und Country neu zu arrangieren.

„Keine Frage: Der Künstler erweist mit solchen Titeln dem Great American Songbook seine Referenz, bleibt aber nicht bloß dabei. Seine Interpretation klingen frisch, sanft, schmeichelnd, sind aber auch tanzbar und voller Dynamik. Es ist eine heiter-beschwingte Reise in das vergangene Jahrhundert, die Ära der 30’er und 40’er Jahre.“

Ob nun vor dem knisternden Kamin oder in einer Tanzbar, Chris Thompson bietet Musik für alle Stimmungen. Egal, ob man zuhört, tanzt oder die Musik dezent im Hintergrund abspielt. Obwohl sie letzteres mit Sicherheit nicht verdient hat. Das Fazit des Albums „Do nothing till you hear from me“ lautet: Jazz steht Thompson gut.

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