Kritik | Christmas von „Michael Bublé“

Küstler:
Michael Bublé
Redaktions-Wertung:
Titel:
Christmas
Release:
28. Oktober 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Kaum zu glauben, aber nachdem sich in den Supermärkten bereits Adventskalender, Weihnachtsmänner und Dominosteine stapeln, wird nun auch musikalisch die Weihnachtszeit eingeläutet. Und zwar von einem, der dieses Fest über alle Maßen liebt: Michael Bublé. Der Kanadier ist in diesem Jahr einer der Ersten, denn schon seit dem 28. Oktober steht sein verschneites Album“Christmas“ in den Läden und soll in Stimmung bringen. Seit Juli hat er daran gemeinsam mit  David Foster, Bob Rock und Humberto Gatica gearbeitet. Entstanden sind 15 Songs plus Bonus Track, bei denen er u.a. von Shania Twain und The Puppini Sisters unterstützt wird.

Beim Thema Weihnachtssongs verdrehen allerdings viele Jahr für Jahr die Augen. Denn pünktlich zu Weihnachten wird wieder die ewig durchgekaute Liederkiste geöffnet und Radiostationen bringen typische, aber auch längst überhörte Lieder in Dauerrotation. Davon wollte sich Michael Bublé abheben und schafft das auch hervorragend. Gut, denn die Erwartungen an sein erstes Weihnachtsalbum waren groß. Man ist swingende und groovende Arrangements von dem 3-fachen Grammy-Gewinner gewohnt. Abwechslungsreiche Song-Zusammenstellungen und besonders traumhafte Balladen.

Auf „Christmas“ gelingt dem 36-Jährigen der Spagat zwischen Jazz, Pop und Swing relativ gut. Es ist zwar nicht immer ein roter Faden erkennbar, auch, wenn sich dieser zumindest optisch gesehen durch das Album zieht. Aber die einzelnen Songs und die gesamte Atmosphäre trösten darüber hinweg. Michael Bublé beweist erneut, welche wunderbare Stimme er hat. Sein warmes Timbre passt ganz hervorragend zur besinnlichsten Zeit des Jahres und versinnbildlicht leuchtende Kerzen und Kinderaugen.

Seine zauberhafte Eigenkomposition „Cold December Night“ gibt einen Vorgeschmack darauf, wie dieses Album hätte werden können, wenn er noch ein wenig mehr gewagt hätte. Heißt: Weniger Cover, dafür mehr eigene Songs. So ist „Christmas“ zwar ein Werk geworden, dass auf die baldige Weihnachtssaison einstimmt und keinesfalls eintönig ist, dem aber minimal dieser gewisse Bublé-Charme fehlt. Dennoch ein wunderbares Album für die Zeit zwischen dem 1. Advent und Heiligabend. Hoffentlich findet es eine Fortsetzung.

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