Kritik | Bang Bang Boom Boom von „Beth Hart“

Küstler:
Beth Hart
Redaktions-Wertung:
Titel:
Bang Bang Boom Boom
Release:
05. Oktober 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Puh, so viele B’s! „Bang Bang Boom Boom“ mag vielleicht nicht der kreativste Titel für ein Album sein, aber er bleibt im Gedächtnis. Und er bringt es auf den Punkt! Denn Beth Hart, die mit ihren 40 Lenzen bereits eine wilde und aufregende Zeit hinter sich hat, weiß, wie der Hase läuft. Sie wickelt ihre Zuhörer in Sekunden um den Finger und klingt genauso lasziv, wie sie sich auf dem Cover räkelt.

Ihre Stimme ist allerdings alles andere als die eines verspielten Mädchens bzw. einer Frau. Beth Hart hat ordentlich Luft in den Lungen und die weiß sie einzusetzen. Sie klingt kraftvoll und aufregend, aber auch verführerisch und sexy. Schon beim Opener „Baddest Blues“. Wer noch nicht mitbekommen hat, welche Ära und welcher Sound hier zelebriert werden, weiß es spätestens jetzt. Beth Hart macht Soulrock mit einer Prise Jazz. Inspiriert von ganz Großen wie zum Beispiel Billie Holiday.

Und „Bang Bang Boom Boom“ ist bei weitem nicht ihr erstes Album. Die Kalifornierin hat schon zahlreiche Scheiben (acht an der Zahl) veröffentlicht und mit unterschiedlichsten Künstlern kollaboriert. Da wären beispielsweise Deep Purple (hier war sie bei „Haunted“ im Background zu hören), Slash oder auch Joe Bonamassa. Ihr Debüt auf der Bühne hatte sie allerdings – vor fast 20 Jahren – mit „Beth Hart & The Ocean Of Souls“.

Seitdem hat sich viel getan. Beth kann sich mittlerweile richtig ausleben, auch mal Neues wagen. Davon lebt auch „Bang Bang Boom Boom“. Die einzelnen Titel sind keineswegs so vermeintlich nichtssagend wie der Albumtitel. Neben Showblues („Caught Out In The Rain“) trifft man auf Rock und auch Swing („Swing My Thing Back Around). Ebenso eindringlich wie die Melodien und Rhythmen sind auch die Texte. Beth erzählt aus ihrem Leben, das bislang alles andere als leicht war: Drogen, falsche Freunde, Krankheit. Es glich in der Vergangenheit einer Achterbahn und auf die nimmt sie den Zuhörer mit. Auch, wenn sie inzwischen „angekommen“ und ruhiger geworden ist. Eine gewisse Nachdenklichkeit bleibt.

„Ich habe viel erlebt und kann von daher sagen, ich weiß, wovon ich in meinen Liedern singe – ich habe einen riesigen Erfahrungsschatz, aus dem ich beim Texten schöpfen kann – und in den letzten Jahren waren es eben vor allem positive Erlebnisse, die zunehmend ihren Niederschlag in den Lyrics finden“, sagt Beth Hart.

BETH HART live
präsentiert von Kulturnews, Musix, Piranha und Rocks

24.11. Köln – Live Music Hall
26.11. Hamburg – Markthalle
28.11. Berlin – Lido
30.11. Nürnberg – Hirsch
02.12. Karlsruhe – Substage

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