Fulfilment von “Chuck Fenda”

Küstler:
Chuck Fenda
Redaktions-Wertung:
Titel:
Fulfilment
Release:
30. Oktober 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

chuck fenda cd-bewertungen-deNach 2 Jahren Pause bringt nun Leshorn Whitehead, besser bekannt unter dem Namen Chuck Fenda, seine dritte Scheibe heraus. Nach wie vor will Fenda mit seinen Songs die Botschaft des Herrn, die Liebe, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Einigkeit verbreiten. Außerdem bekämpft er den Rassismus, die Unterdrückung und die Hungersnot mit seinen Texten.

Starten wir also mit Track 1 “I Am For The Poor”, in dem er für die Unterdrückten singt. Ein super Beat begleitet seine kraftvolle Stimme, die in manchen Parts sehr aggressiv klingt. Dies verschlechtert aber nicht den Song, sondern bestärkt die Vermittlung Fendas an die Masse. “Heights” ist in ähnlichem Stil.
Bei “Getting Serious” hat sich unser Artist I Wayne mit ins Boot geholt. Jeder Reggaeanhänger wird begeistert von diesem Song sein. Der Beat basiert nicht durchgehend auf eine Melodie und einen Rhythmus und es macht einfach nur Spaß den Vibes zu folgen.

Track 4 “Survivor” erinnert stimmlich sehr an Sizzla. Desöfteren muss ich als an Sizzla denken, wenn ich diese Platte durch den Player laufen lass. Die Stimmen der beiden sind sehr ähnlich, doch das stört weniger. Sizzla ist mehr der Ragga – Spezialist – hier kommt man förmlich auf den Genuss des klassischen Roots- Reggaes. Bei “Survivor” möchte man einfach nur mit den Takt mitwippen und sich zurücklehnen.

Sammy Dread begleitet Chuck Fenda bei Track 6 “Bad Boy”. Gesanglich eine gute Komponente. Fenda singt die Strophen und Sammy Dread den Refrain. Das war eine gute Wahl, denn dies verleiht dem Song Abwechslung und einen besondern Reiz.
Bei “Thin Line” wird Fenda wieder von I Wayne begleitet. Anders als die vorigen Songs ist das hier ein sehr ruhiger. Man könnte dadurch auch emotional berührt werden, denn sowohl Text als auch Stimmen sind sehr gefühlsvoll. Ähnlich ist auch Track 13 “Girl You Make Me Cry” – mein persönlicher Favorit des Albums – eine wunderbare Liebeshymne, die wirklich unter die Haut geht. Auch “Want To Be Free” gehört in dieses Regiment. Im Refrain fragt Fenda zunächst “Why should I be afraid? Why should I be scared?” Und beantwortet mit “I know the lord is with me!”. Der Text beschäftigt sich zwar mit einem anderen Thema, doch die Stimme und die Melodie sind genauso ruhig und gefühlsvoll. Und hier erkennt man auch wieder die oben genannten Prinzipien, die Fenda unterstützt und verbreiten möchte.

Man könnte sagen, dass Album fängt energiegeladen an, je mehr man zum Ende kommt, wird es immer sentimentaler und emotionaler.

Ein -in meinen Augen- sehr gelungenes Album, mit dem jeder Reggae-Freund seine Freude haben wird.

Leute, die bei Reggae an Bob Marley denken, werden mit dieser Platte wohl eher unzurfrieden sein, denn Fendas Stimme und Art Reggae zu verkörpern ist doch etwas anders. Kraftvoller, wilder, aggressiver.

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