Wise Guys von „Ghetto Commission“

Küstler:
Ghetto Commission
Redaktions-Wertung:
Titel:
Wise Guys
Release:
17. November 1998
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

ghetto-commission-wise-guys-cd-bewertungen-deDie Ghetto Commission gehören zu den vielen Underground-Talenten aus New Orleans, deren Talent von Master P gefördert und mit einem Plattenvertrag belohnt wurde. Ihr bis dato erstes und einziges Album wurde gleich ein geiles Werk und hat mit dem No Limit Gold- bzw. Platinstyle nicht all zu viel gemein. Den Anfang macht das im Countrystyle gehaltene „I’m A Soulja“ mit Master P und Mystikal, einer Coverversion von Bon Jovi’s „Wanted Dead Or Alive“. Das Instrumental ist sehr außergewöhnlich für einen Rap-Song, aber gut. Leider rappt P nicht so besonders, was aber auf Grund der Hammer-Performance von Mystikal nicht besonders ins Gewicht fällt. Noch besser ist das harte, Ghetto lastige „Get ‚Em Up“, bei dem die GC von Fiend und den Prime Suspects unterstützt wird. Der Beat ist einer der besten von den Beats By The Pound, die je gehört habe und auch die Rhymes, v.a. von Mr. Whomp-Whomp alias Fiend, passen perfekt. Fiend ist auch bei dem sehr chilligen und lässigen „How Could You Blame Us“ mit am Start. Allerdings rappt er hier nicht, wie gewohnt, hart, sondern sehr entspannt, was sich zwar ungewohnt, aber mit der ebenfals gut rappenden Commission sehr geil anhört. Ohne Features wurde „Run Quickly“ eingespielt. Ein typischer, harter Beats-By-The-Pound-Beat trifft auf Klasse-Rhymes der GC. Für etwas Abwechslung sorgen die R’n’B lastigen „These Eyes Of Mine“ und „Trying To Make It“ mit Mr. Serv-On, wobei der erst genannte mehr in Richtung Lovesong geht, der zweite ist eine Ghetto-Ballade. Auch diese beiden Tracks gefallen mir sehr gut. Der Beste Song von „Wise Guys“ ist ganz klar „Devil’s Playground“. Mit super Lyrics und einem fetten C-Los-Beat berichtet die GC über das Leben im Ghetto. Auch das auf Grund der Geigen dramatisch klingende „Lost Thugs“ ist sehr gelungen. Verfeinert wird dieses Lied durch die Anwesenheit von C-Murder am Mic. „Ghost In The Dark“ ist wieder von der Comission alleine und ebenfals ein geiler Gangsta-Track. Der zweitbeste Song des Albums ist „Our Thing“, dessen Beat zwar etwas bescheiden ausfällt, doch durch die Raps der GC und der Gäste Magic, QB und Mac zu einem echten Highlight wird. Natürlich stellt Mac mit seinem geilen Flow alle in den Schatten. Zum Abschluss gibt es mit „Thug Luv“ noch mal einen roughen Lovesong, einer Coverversion von Lawrence Smith’s und Jalil Hutchins‘ „One Love“. „Wise Guys“ ist alles in allem ein sehr gelungenes Album, das auch noch einige gute Durchschnittsongs und mit „Hutsla Baller“ und „Blood Line“ leider auch ein paar schlechte Tracks bietet. No Limit-Fans sollten sich dieses Album auf keinen Fall entgehen lassen, alle anderen sollten lieber einmal reinhören, da der Hardcore-Southern-Style nicht jedem gefällt.

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a