That’s What You Thought von „Rappin‘ 4-Tay“

Küstler:
Rappin' 4-Tay
Redaktions-Wertung:
Titel:
That's What You Thought
Release:
10. Oktober 2007
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

rappin-4-tay-thats-what-you-thought-cd-bewertungendeAuch wenn er mit Stars wie 2Pac oder den No Limit Soldiers zusammen arbeitete, schaffte es Rappin‘ 4-Tay nur bei wahren West Coast Fans zu etwas Ruhm und Ansehen. Zum Glück lies sich der Veteran aus San Francisco davon nicht beirren und beschert uns nun schon seit 1992 Album für Album. Nach dem ein oder anderen Durchhänger und einer Pause von vier Jahren kehrte 4-Tay 2007 mit einem echten Paukenschlag zurück, denn sein „That’s What You Thought“ ist eines der besten West Coast Werke seines Jahrgangs. Möglich wurde dies durch einen weiteren Ex-No Limit Soldier, nämlich E-A-Ski, der mit TC, Sean T und CMT einen guten Mix aus etwas Hyphy, Chill-Beats und typischen California-Sound für 4-Tay und seine Gäste in Form von Lil‘ Network, San Quinn, Messy Marv, Seff Tha Gaffla oder Shorty B bastelte.

Nach dem Intro und dem recht entspannten, aber auch etwas unspektakulären Titelsong „That’s What You Thought“ erreicht man mit „Charger“ ein erstes Ausrufezeichen. Allein schon das sommerliche, fröhliche und aus einem Mix aus Hyphy und Funk gestaltete Instrumental ist der echte Wahnsinn. Rappin‘ 4-Tay rappt zunächst entspannt, legt dann jedoch immer mehr an Tempo zu und bildet mit seiner eher dunklen Stimme einen guten Kontrast zu Feature Lil‘ Network, deren Refrain den Song zur echten Bombe macht. Der ein oder andere hat vielleicht schon mal „Live From The 415“ gehört, eine Hymne für die Heimat, die von 4-Tay, Messy Marv, San Quinn, Big Rich und Seff Tha Gaffla über den verdammt chilligen, mit Geigen versehenen G-Funk Beat vorgetragen wird. Am Ende des Albums gibt es dazu noch eine Extended Version, die stolze 12:30 Minuten im Player läuft.

Mit etwas mehr Tempo geht es bei „A Whole Nother Level“ zu. Treibende Bässe unterlegt mit kraftvollen Streichern und Piano, dazu ein Altmeister, der zeigt, dass er nichts verlernt hat. Mehr in die harte und düstere Gangster-Richtung geht „Business Is Heavy“, das aus bumbenden Synthies geschaffen wurde und in Kombination mit Rappin‘ 4-Tay, Slo-O und Menace eine dunkle Atmosphäre entsteht, die die viele Abwechslung von „That’s What You Thought“ unterstreicht. „Sorry I Took So Long“ geht in die komplett entgegengesetzte Gefilde. Ruhig, gefühlvoll und melodisch, dazu ein 4-Tay, der geläutert wirkt und mit ernsten Verses zu überzeugen weiß. „Helping Me Hurting Me“ dröhnt kraftvoll und penetrant, beinhaltet energische und sehr elektrische Hyphy-Sounds, wirkt etwas unrund, kommt durch Rappin‘ 4-Tay’s engagierte Rhymes jedoch recht gut rüber. Wer sich nach dem enstpannten Style Kaliforniens sehnt, wird mit „Highway“ (ft. Shorty B) bedient. Es versprüht genau das, was man sich vom Sonnenstaat vorstellt. Die restlichen Tracks „I’ll Take You There“, „If I Forget Jesus“ und „Heavy Paper“ belegen die Qualität dieses Albums, lassen sich jedoch nicht zu den großen Highlights zählen.

Alles in Allem ist die komplette Scheibe von vorne bis hinten gelungen, bietet viel Abwechslung und liefert einen Oldie, für den noch lange nicht Schluss zu sein scheint. Leider gibt es mit „Charger“ nur einen echten Hit, weshalb „That’s What You Thought“ auch an der vollen Punktzahl vorbeischrammt. Nichts desto trotz sollten sich Fans von West Coast Rap unbedingt mit einer Anschaffung auseinandersetzen, aber auch in jedem anderen CD-Regal macht sich diese Platte sicher nicht schlecht.

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