Stadtaffe von „Peter Fox“

Küstler:
Peter Fox
Redaktions-Wertung:
Titel:
Stadtaffe
Release:
26. September 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

peter-fox-stadtaffe-cd-bewertungendeWer ist eigentlich dieser rothaarige Sänger von Seeed? Diese Frage beantwortet Pierre Baigorry alias Peter Fox und Enuff nun auf eine beeindruckende Weise. Der Berliner versucht mit dem Album Stadtaffe seine ersten Soloschritte. Bei diesen beruht er sich doch sehr auf seine Heimat Berlin, die doch in einigen Liedern eine beträchtliche Rolle spielt. Seinen Mix aus Reggae und HipHop nahm er unter anderem mit dem Babelsberger Filmorchester auf und produzierte es mit Monk und DJ Illvibe, der schon bis 2005 DJ von Seeed war.

Eröffnet wird Stadtaffe mit „Alles Neu“, welches gleich auf die Pauke haut. Guter Beat und eine mit druckvoller Stimme vorgebrachte Ankündigung, die deutsche Szene aufzumischen und alles neu zu machen, wissen absolut auf Anhieb zu gefallen. Etwas ruhiger, aber nicht druckloser, geht es mit „Schwarz zu Blau“ weiter. Eine Mischung aus härteren und weicheren Passagen machen diesen Track abwechslungsreich und binden einen an die Storys des Lebens in Berlin. Der dritte Track „Haus am See“ kommt etwas ruhiger daher und verleiht ein durchgehend positives und beruhigendes Gefühl, so dass man sich einfach nur noch auf eine Liege vor seinem Haus am See in die Sonne legen möchte.

„Kopf verloren“ hat nun wieder etwas mehr Pepp und einen Sound, der etwas Dramatisches hat. Auch hier kann die Mischung aus Stimme und Sound gefallen. Track 5, „Das zweite Gesicht“ hat wieder etwas Dramatisches aber auf eine andere Weise, waren es bei „Kopf verloren“ noch eher die hellen Töne, sind es nun die tieferen Töne. Der Folgende Track „Der letzte Tag“ ist wohl ein absoluter Party-Kracher. Er geht stark nach vorne und macht einfach nur Lust zum mitshaken. Ein wirklich gelungenes Stück.

„Ich Steine, Du Steine“ ist wohl die einzige richtige Balade auf Stadtaffe. Es ist ein ruhiger Song, der einem ein wohltuendes und erhohlendes Gefühl gibt. Bei „Lok auf 2 Beinen“ geht es wieder mit Bass und härteren Beats zur Sache gepaart mit einem sehr guten Zusammenspiel von Stimme und Melodie. „Stadtaffe“ ist das Titellied zum Album und reiht sich in die Liste der guten Tracks auf diesem Album ein. Es gibt einfach nichts zu meckern, gut stimmender Sound mit witzigem und gut vorgetragenem Text.

„Fieber“ hat textlich eine kleine Anspielung auf „Dickes B“ von Seeed und ist ein weiterer gut klingender Track über Berlin. Der vorletzte Track „Schüttel deinen Speck“ macht seinem Namen alle Ehre. Er ist ein absoluter Track der einen auf den Dancefloor zieht um seinen Speck zu schütteln. Der letzte Track „Zucker“ ist die einzige Collabo auf dem Album. Peter Fox hat sich für diesen Track Vanessa Mason ins Boot geholt und liefert ein mit Wortwitz nur so sprießendes Duett, welches einen gelungen Abschluss für dieses Album abgibt.

Insgesamt kann das Album von Anfang bis Ende überzeugen. Die Abwechslungen in Tempo und Druck lassen es nie langweilig werden und auch nach mehrmaligem hören freut man sich noch auf das nächste Mal. Peter Fox ist ein Debütalbum gelungen welches dem Hörer eine durchweg positive Stimmung und Lust auf mehr macht. Der Mitfrontmann von Seeed muss sich nicht Hinter der Gruppe verstecken und kann auch Solo überzeugen. Nicht umsonst wird er schon jetzt als einer der kommenden Stars im deutschen Musikbusiness gesehen.

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