Saison 5 von „IAM“

Küstler:
IAM
Redaktions-Wertung:
Titel:
Saison 5
Release:
2. Mai 2007
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

iam-saison-5-cd-bewertungendeEines schon mal vorweg: Ich bin des französischen keinesfalls mächtig genug, um auch nur ansatzweise zu begreifen, was die französischen Herren da in ihren Texten fabrizieren. Dennoch soll das kein Hindernis sein, diese CD nicht trotzdem zu besprechen; denn als ich anfangs durch Eminem zu Rap kam, plapperte der mich auch nur in unverständlichem Englisch zu, ohne das ich auch nur die leiseste Ahnung hatte, dass er nicht nur sinnlos aneinandergereihte Schimpfwörter in’s Mikro spuckte.

Und die Geschichte von IAM geht sogar noch weiter zurück als die von Rap-Superstar Mathers, seit 1990 stehen die Jungs bereits bei einem Major unter Vertrag und haben durch ihr Schaffen die französische Rapszene seitdem stark beeinflusst. Nachdem mich letztes Jahr schon das Soldats de Fortune-Album des IAM-Members Akhenaton begeistert hatte (hier nachzulesen), diesmal also die volle Ladung.

Die Frage, die sich schon vor dem ersten Einlegen stellt: Kann man sich nach einer so langen Bandgeschichte denn überhaupt noch weiterentwickeln? Das Album kann die Frage nicht ganz beantworten, wehrt sich aber vehement gegen das Vorurteil, das man nach so vielen Jahren nicht noch gute Musik auf den Markt werfen kann.

Das Album stellt eine Art Showcase des gesamten Spektrums, das die Marseiller imstande sind, darzubieten: Von lauten bis leisen Tönen wird alles geboten und auch der Kultur Hip Hop wird genügend Respekt gezollt. Immerhin hat IAM mit einer Breakdancer-Freundschaft begonnen, die Gruppe hat zwei Leute, die wissen, wie man 1210er bedient und Graffiti wird auf der Website in Form eines Logo-Design-Wettbewerbs gefeiert. Bleibt als letztes noch der Rap zu erwähnen, der in diesem Falle routiniert, aber ohne Überraschungen über die Bühne geht.

Klar, man kann sehr hohe Erwartungen an neue Alben von Bands mit einer solchen Geschichte haben, ich jedoch bin ganz zufrieden mit dem, was ich habe: Solide Raps auf soliden Beats mit immer wieder eingeworfenen Scratches und Gesangs-Parts.

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