Recovery von „Eminem“

Küstler:
Eminem
Redaktions-Wertung:
Titel:
Recovery
Release:
21. Juni 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Man höre und staune. Das Booklet des neuen Albums „Recovery“ von Eminem kann man sogar umdrehen. Je nachdem welche Stimmung man hat, kann man sich das passende Cover aussuchen. Eminem hat nach allgemeinen Angaben bislang mehr als 80 Millionen Alben verkauft. Daher bietet jedes neue Album eine neue Herausforderung für Eminem.

Und wieder einmal trägt „Recovery“ die Handschrift von Dr. Dre, der mittlerweile schon seit 1984 Musik machen soll und für mich zu den bedeutendsten Produzenten und Rappern der Musikgeschichte gehört. Jeder, der in der Rapszene Erfolg haben will, kommt an Dr. Dre nicht vorbei.  Doch in der beidseitigen Zusammenarbeit haben beide jeweils ihren Meister gefunden.

Obwohl ich diese Musikrichtung in meinen langen Jahren der Musikgeschichte nicht mehr bevorzuge, war ich ganz aus dem Häuschen, als ich erfuhr, dass Eminem ein neues Album herausbringt. Ich hätte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können, um dieses Album zu rezensieren. Und ich sollte Recht behalten.

Für das siebte Studioalbum „Recovery“ hat sich Eminem hochkarätige Unterstützung ins Boot geholt. Unter anderem sind Kobe, Pink und Rihanna mit von der Partie.

Mit 16 Songs liegt „Recovery“ mehr als im Rahmen und ist auf jeden Fall sein Geld wert. Die Musikpalette ist vollkommen anders als das letzte Album. Diesmal sind die Titel persönlicher und erinnern ein wenig an die ersten Werke von Eminem. Die erste Singleauskopplung „Not afraid“  geht so gleich richtig ab. Nicht nur in den Billboard Charts erreichte der Oscarprämierte Eminem den ersten Platz.

Die Einstimmung in einen hervorragenden Longplayer  bietet „Cold wind blows“. Danach geht es direkt postiv weiter. Mit „Talking to myself“ hat sich Eminem Kobe als Sänger der Refrains ins Boot geholt, der seine Sache wirklich perfekt macht.

Ebenso erwähnenswert wäre der Titel „Won’t back down“, den die amerikanische Sängerin Pink mit ihrer Stimme unterstützt. Bei der großen Anzahl von Top-Titeln kann man leicht die Übersicht verlieren. Für „Going through changes“ hat ein alter Song von Black Sabbath die Vorlage geliefert. Wer angesichts solcher Aussagen einen Schrecken bekommt kann beruhigt werden. Die Kompositionen partizipieren voneinander. Doch dem nicht genug.

Es wurde auch das Lied „What is love“ von Haddaway in ein neues Korsett gesteckt. Lile Wayne und Eminem hauchen „No love“ neues Leben ein und überzeugen auf ganzer Linie. „No Love“ ist für mich mit einer der besten Songs auf der CD.

Wer es etwas ruhiger und gefühlvoller mag, für den ist „Space Bound“ genau richtig, denn dieser Track hebt sich von Album ab und gehört trotzdem dazu. Hier zeigt Eminem mal wieder, dass er auch eine weiche Seite hat. Ähnlich wie in „25 To Life“.

Spätestens mit „Cinderella Man“ ist die Entspannung vorbei. Wer bei diesem Lied seine Glieder nicht bewegen kann, hat keine Ahnung von Musik und ist absolut unmusikalisch. Mitwippen muss man auch bei „So bad“.

„Love the way you lie“ gefällt mir persönlich nicht so sehr. Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass ich Rihanna nicht so sehr mag und der Song zu schnulzig rüberkommt.

Alles in allem ist „Recovery“ ein sehr gelungenes Album. Diese CD sollte man unbedingt im Schrank stehen haben. Marshal Mathers alias Slim Shady alias Eminem darf man sich nie entgehen lassen.

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