Mama Drama von „Mia X“

Küstler:
Mia X
Redaktions-Wertung:
Titel:
Mama Drama
Release:
12. Dezember 2000
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

mia-x-mama-drama-cd-bewertungen-deMia X war nach dem Ausstieg von Master P’s Frau Sonya C die First Lady des No Limit Tank. 1995 kam ihr Debüt „Good Girl Gone Bad“ in die Läden, dem zwei Jahre später „Unlady Like“ folgte. Ihr drittes Werk mit dem Titel „Mama Drama“ entstand 1998 während der Phase der Massenveröffentlichungen von No Limit Records. Leider wurde es kein Hammer wie die Platten von Master P, Mac, Kane & Abel oder Silkk The Shocker, doch Mia kann auch so überzeugen. Gleich beim ersten Track „Bring It On“ zusammen mit Fiend, Mystikal, Mac, C-Murder und Skull Duggery dröhnt KLC’s Instrumental wenig damenhaft, sondern knallhart aus den Boxen, über das Mia X und ihre Gäste sehr aggressiv performen, wobei Mac und Fiend besonders herausstechen. Ganz anders ist „Whatcha Wanna Do“, einer soften und entspannten Nummer, die mir jedoch nicht besonders zusagt, da Mia’s Flow doch etwas langweilig rüberkommt. Richtig klasse dagegen ist „Imma Shine“, dessen Beat von Craig B. zwar hart, aber dennoch sehr eingängig und emotional ist. Mia X rappt hier deutlich besser und harmoniert im Hook perfekt mit den Samples von Keith Sweat’s „Don’t Stop Your Love“. Dass Mama Drama eine echte Gangsterbraut ist, beweist sie uns auf „I Think Somebody“, dessen schlichter Beat mit Schüssen diverser Waffen unterlegt ist und über den sie und Feature Fiend ihre harten Rhymes kicken. Auch die vielen Kollabos von No Limit und der Terror Squad bekommen auf „Mama Drama“ ein neues Kapitel. Fat Joe wird neben Snoop Dogg auf „What’s Ya Point“ gefeatured. Eine mittelschnelle Nummer mit coolem Instrumental, bei der TS-Rapper Joey Crack die beiden anderen locker in die Tasche steckt, aber auch Mia kann überzeugen. Lediglich Snoop hat mich hier etwas enttäuscht. Dass sich die Beats By The Pound auch auf Funk verstehen, bekommt man mit „Thugs Like Me“ zu spüren. Das Instrumental ist richtig cool und für No Limit-Verhältnisse sehr ungewöhnlich. Unter die Funk-Elemente wurde noch eine E-Gitarre gelegt, was sich richtig gut anhört, genau wie Mia’s Vorstellung. Wieder von der etwas härteren Sorte wären „Ride Or Run“ mit Big Ed und Steady Mobb’n und „TRU Bitches“, die beide auf ganzer Linie überzeugen können und jedem Fan des Tanks unter Garantie gefallen, genau wie die ruhigen und ernsten „Ghetto Linvin'“ mit der Ghetto Commission und „Don’t Blame Me“ mit C-Murder und Mr. Serv-On, die besonders durch ihre deepen Lyrics aber auch durch den guten Flow, vor Allem von Mr. Serv-On und C-Murder, bestechen. Sehr R’n’B lastig ist „Sex Ed.“ mit Silkk The Shocker, bei dem mir besonders Mia’s gesungener Hook, aber auch die Rhymes von Sillk, gefallen. Alles in Allem wurde „Mama Drama“ ein gutes, wenn auch nicht überragendes Album von No Limit Records. Es sind fast alle Stars mit dabei und zeigen sich von ihrer besten Seite. Leider gibt es die ein oder andere Produktion, die etwas einfallslos wirkt, doch der Großteil, zu dem auch „Don’t Start No Shit“ (feat. Master P & C-Murder), „Daddy“, „Flip 2 Rip“ (feat. Mac) und „Fallen Angels (Dear Jil)“ zählen, ist wirklich gelungen. Mit ihrem dritten Longplayer hat sich Mia X endgültig in die oberste Liga der weiblichen MCs befördert, weshalb sich jeder Fan der No Limit Soldiers um CEO Master P dieses Album der First Lady of the Tank unbedingt zulegen sollte.

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