Let’s Get Physical von „Elephant Man“

Küstler:
Elephant Man
Redaktions-Wertung:
Titel:
Let's Get Physical
Release:
11. April 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

elephant-man-lets-get-physical-cd-bewertungendeSeit einiger Zeit ist Dancehall-King Elephant Man auf P. Diddy’s Label Bad Boy gesignt, was einem viele Rätsel aufgab, ob Elephant seinen Style nun mehr in die Mainstreamrichtung verschiebt. Kurze Antwort: ja, es ist der Fall, aber im positiven Sinne. Diddy karrte für „Let’s Get Physical“ Massen an Stars aus R’n’B und Hip Hop heran, unter denen sich Größen wie Busta Rhymes, Chris Brown, Rihanna, Shaggy, Swizz Beatz, Kat DeLuna oder Yung Joc befinden und gemeinsam mit Elephant Man ein radiotaugliches, aber auch sehr sommerliches Album kreierten.

Der Albumtitel „Let’s Get Physical“ hält durchaus, was er verspricht, denn fast die komplette Platte fordert zur Bewegung auf, hat also richtig Feuer. So beginnt das Album gleich mit einem richtigen Dancehall-Kracher in Form von „Drop Dead“, bei dem mit gnadenlos hämmernden Beats nicht gegeizt wird und Elephant Man mitreißende Rhymes über diesen Brecher spuckt. Einen klasse Mix aus Dancehall mit tanzbarem R’n’B wird einem auf „Feel The Steam“ geboten, bei dem Jungstar Chris Brown die Unterstützung im Refrain liefert und damit zum Highlight des Songs wird. Bei „Throw Your Hands Up“ treffen mit Elephant Man und Rihanna die Karibikinseln Jamaica und Barbados aufeinander. Eigentlich sollte hier keine Beschreibung nötig sein, denn es versteht sich fast von selbst, dass dies ebenfalls ein echter Hit ist. Ein schöner rhythmischer Song, der Sommerfeeling pur versprüht und einen an eine karibische Beachparty versetzt – großes Tennis!

Hitsingle „Five-O“ zusammen mit Wyclef Jean liefert den etwas entspannteren Gegenpart zu all den schnellen Liedern. Chillige aber auch emotionale Reggaemelodien gepaart mit diesen zwei Superstars kann einfach nur gut werden, besser gesagt zum absoluten Albumhighlight. Auch ein Remix dazu ist am Ende der Tracklist vertreten. Das Instrumental blieb hier genau das selbe, dafür rappen neben den beiden auch noch Swizz Beatz, Assassin und Yung Joc mit, was zwar auch sehr gut klingt, aber nicht das tolle Feeling der Originalversion versprüht. Unglaublich, aber wahr, auch Schmusesänger Mario Winans steuerte seinen Teil zu „Let’s Get Physical“ bei. Anstatt auf softe Klänge wird bei „Back That Thing On Me“ jedoch auf schnelle Buschtrommeln und clubtaugliche Grooves gesetzt, wobei die Kombination aus Elephant Man und Mario Winans perfekt fruchtet. Mit Busta Rhymes machte Elephant Man ja schon auf dem „Get Low“ Remix von Lil Jon seine Bekanntschaft. Ihn lud er auch zu „The Way We Roll (Remix)“ ein, genau wie Altmeister Shaggy.

Hier treffen dynamische Claps auf pumpende Dancehall-Beats, die in unglaublichem Tempo richtig gut abgehen, genau wie die Protagonisten, wobei besonders auffällt, dass Busta Rhymes mittlerweile mit Dancehall fast besser klar kommt als mit Hip Hop. Am Besten hierzu die Augen schließen und sich vorstellen wie sich vor einem die Bootys bewegen, oder noch besser: Party organisieren und diesen Smash auflegen. Nach dem etwas entspannteren „Sweep The Floor“ geht es sofort mit einem weiteren Highlight weiter. „Body Talk“ featured nicht nur Shootingstar Kat DeLuna und Jha Jha, es samplet den 1981er Kulthit „Physical“ von Olivia Newton-John, wobei auch gleich noch der Refrain übernommen wurde, den hier sexy Kat vorträgt und Elephant Man und Jha Jha die Strophen überlässt. Wirklich ein klasse Track. Nachdem er die Produktion zu „Jump“ völlig versemmelt hat, macht Swizz Beatz seinen Job bei „Who Wanna“ wieder richtig gut. Der Beat erinnert stark an Megahit „Party Up“, den Swizzie ja 1999 für DMX gebastelt hat, was aber auch im Jahr 2008 im Zusammenspiel mit Elephant Man hervorragend klappt.

Das erste Album für den neuen Brötchengeber wurde für Elephant Man also zum vollen Erfolg. Bis auf ein, zwei Ausnahmen kann man sich die Platte ohne Unterbrechung durchhören, was man am Besten im Liegestuhl oder aber auch bei der selbst organisierten Party macht. Auch die Features sind klasse gewählt. Hier verderben die vielen Köche nicht den Brei, sie machen ihn erst so richtig schmackhaft. Wer also nach einem Album für Sommer, Party oder zum Tanzen sucht, liegt mit „Let’s Get Physical“ genau richtig.

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